Partners Group: „Sind bei Investments kritischer denn je“

David Layton
David Layton, Co-CEO Partners Group. (Foto: Partners Group)

Zürich – Der Vermögensverwalter Partners Group sieht sich bei Investments für seine Kunden einem zunehmendem Wettbewerb ausgesetzt. Auch die hohen Marktbewertungen sind zusätzliche Herausforderung. Dass die Investitionsstrategie daher weniger selektiv ist, davon will CEO David Layton jedoch nichts wissen.

„Wir sind nicht weniger selektiv, im Gegenteil wir sind kritischer denn je“, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP auf die Frage, ob die Selektion in der Not lascher geworden ist. Denn 2018 lag die Ablehnungsrate von Investitionen, die geprüft wurden, bei 97 Prozent. In der Vergangenheit waren es mitunter nur 1 bis 2 Prozent, die sich letztendlich als Investments durchgesetzt haben. Heute würden einfach weniger Transaktionen verfolgt und man konzentriere sich gezielter auf bestimmte Sektoren, sagte der Konzernchef.

Der Wettbewerb habe in allen Anlageklassen zugenommen, sagte Layton weiter. Dennoch rechne er nicht mit grossen Fusionen einzelner Vermögensberater am Privatmarkt. Er gehe eher von einer Konsolidierung von Vermögenswerten aus. Auch kleine Nischenplayer könnten grundsätzlich relevant bleiben.

Zwei Investments in der Schweiz
Derzeit prüft Partners Group auch zwei Investments in der Schweiz. „Im Laufe des Jahres könnte sich dort etwas ergeben“, so Layton. Es dürften allerdings noch einige Jahre vergehen, bis eine dieser Anlagen für eine Kotierung bereit wäre. 2016 war der Vakuumventilhersteller VAT gemeinsam mit Partnern erfolgreich an die Schweizer Börse gebracht worden.

Aufbau des US-Hauptsitzes in Denver
Partners Group wächst rasant und baut einen US-Hauptsitz in Denver im Bundesstaat Colorado, auf. Dieser dürfte in etwa so gross werden wie derjenige in der Schweiz. „Ich sehe meine Aufgabe insbesondere darin, unsere Firma in den USA weiter zu verankern und unser Geschäft dort auszubauen.“

Layton ist seit Anfang Jahr Co-CEO des Unternehmens. Während er vor allem für die Investments zuständig ist, kümmert sich der zweite CEO, André Frei, vor allem um die Kunden. Layton löste im Chef-Duo Anfang Jahr das Partners-Group-Urgestein Christoph Rubeli ab. (awp/mc/pg)

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