Schilthornbahn: 75. Inferno-Rennen – Ausblick auf das teuflische Jubiläum

Schilthornbahn: 75. Inferno-Rennen – Ausblick auf das teuflische Jubiläum
Inferno-Rennen. (© Bruno Petroni)

Interlaken – Die internationalen Inferno-Rennen feiern im Januar 2018 Jubiläum. Die Vorbereitungen nehmen Form an und Neuerungen und Highlights in allen Bereichen erwarten Teilnehmer und Zuschauer gleichermassen. Der „Sir Arnold Lunn Cup“ ist mit 200 Teams bereits ausverkauft. Neu figurieren die Inferno-Rennen auf der Liste „Lebendige Traditionen im Kanton Bern“.

„Die Vorbereitungen für die Jubiläumsausgabe der internationalen Inferno-Rennen laufen bereits auf Hochtouren“, freut sich Christoph Egger, OK-Präsident der Inferno-Rennen. So ein Jubiläum wird gebührend gefeiert und bringt zahlreiche Highlights mit sich. „Die Vorfreude auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist riesig“, stellt Egger in Aussicht. Für die Abfahrt wurden rund 2‘200 fristgerecht eingegangene Anmeldungen verzeichnet. Davon sind 1‘630 startberechtigt und 570 sind in der Auslosung, wobei es noch 220 Startplätze für die Auslosung hat.

Neuer „Sir Arnold Lunn Cup“ bereits ausverkauft
Nebst dem regulären Inferno-Kombinations-Langlauf am Mittwoch und dem Inferno-Kombinations-Riesenslalom am Donnerstag findet neu am Freitag eine Inferno-Mannschafts-Abfahrt – der „Sir Arnold Lunn Cup“ – statt. „Es ist sensationell, denn das neue Rennen ist bereits ausverkauft“, freut sich Egger. Alle Plätze des auf 200 Teams à vier Fahrer limitierten Rennens sind vergeben. Gestartet wird am Freitag, 19. Januar 2018 um 09.30 Uhr auf der Seewlifuhra. Die Strecke führt dann über die Originalstrecke bis zum Aufstieg im Wirzelwald und danach über die bekannte Strecke zum Ziel im Skischulgelände Mürren. Die vier Fahrer starten gleichzeitig, alle vier Zeiten werden gewertet.

Spannender Dreikampf bei den Damen erwartet
Die Kategorie Damen gibt es seit dem Jahr 1984. Für den Start im Jahr 2018 haben sich fünf ehemalige Siegerinnen angemeldet: Die fünffache Rekordsiegerin Susanne Bleuer-Tschanz steht vor einem Comeback: Sie hat von 2000 bis 2004 als einzige Rennfahrerin fünf Siege in Folge erreicht. Inzwischen zählt auch Marianne Rubi fünf Siege und ist damit zu Bleuer aufgeschlossen. Auch Nicole Bärtschi verbuchte von 2013 bis 2016 vier Siege und rückte zum Spitzenduo auf. Das Comeback von Susanne Bleuer zu den 75. Infernorennen 2018 führt daher zu einem hochspannenden Dreikampf: Gelingt es Bleuer, wieder einen Abstand zu den Konkurrentinnen zu schaffen? Übertrumpft Rubi mit einem sechsten Sieg? Oder gelingt Nicole Bärtschi der Anschluss und Gleichstand mit dem Spitzenduo Bleuer/Rubi? Mit am Start sind zudem die Siegerin 2017 Nadin Mächler sowie die frühere Siegerin Melanie Steuri.

Kategorie Herren mit zahlreichen ehemaligen Siegern
Bei den Herren sind gar 13 ehemalige Sieger zum Start angemeldet. Mit dabei sind der sechsfache Sieger Heinz Fringer, der vierfache Sieger Urs von Allmen und die beiden Dreifachsieger Kuno Michel und Markus Moser. Auch der Sieger 2017, Flavio In Albon, wird wieder am Start stehen.

Rasante Prominenz am Start?
Marcel Fässler, Sieger 2004, nimmt am 75. Inferno-Rennen sowie im Team am „Sir Arnold Lunn Cup“ teil. Der Audi-Werkspilot bestreitete die Langstrecken-Weltmeisterschaft für das Audi-Werksteam und hat in den Jahren 2011, 2012 und 2014 das 24h-Rennen von Le Mans gewonnen.
Auf der provisorischen Anmeldeliste figuriert auch der Name eines ehemaligen Formel-1-Weltmeisters: „Ob es am Jubiläumsrennen zum prestigeträchtigen Duell zwischen einem ehemaligen Formel-1-Meister und Marcel Fässler (Langstrecken-WM) kommt, ist noch offen, wir hoffen natürlich auf dieses teuflische Happening“, bestätigt Egger.

Inferno-Rennen gelten als „Lebendige Tradition im Kanton Bern“
Das Amt für Kultur des Kantons Bern hat die Inferno-Rennen in die Liste der „Lebendige Tradition im Kanton Bern“ aufgenommen. „Im Rahmen der Umsetzung der UNESCO-Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes hat der Kanton Bern dazu aufgerufen, Traditionen zu melden“, schildert Christoph Egger. „Die internationalen Inferno-Rennen bauen auf einer 75-jährigen Geschichte auf und unterstützen die Tradition des Skisportes auf tolle Weise“, führt Egger weiter aus. (Schilthornbahn/mc/ps)

Kurzgeschichte
Es begann im Jahr 1928 mit einer abenteuerlichen Tiefschneeabfahrt vom Schilthorn nach Lauterbrunnen. Dafür wurden über 75 Minuten benötigt.
In den folgenden Jahren (1929/30) war das Rennen eine reine Angelegenheit der Skipioniere aus Grossbritannien, und erst nach einem Unterbruch von fünf Jahren, als die Organisation vom 1912 gegründeten Ski-Club Mürren an die Hand genommen wurde, setzte sich der Name dieses skisportlichen Ereignisses auch international durch. Nach einem erneuten, durch den Zweiten Weltkrieg bedingten Unterbruch, wurde das „Teufelsrennen“ nun alljährlich ausgetragen. Vom ursprünglichen Massenstart war man inzwischen zum modischeren Einzelstart übergegangen, und die Teilnehmer rekrutierten sich nebst den einheimischen Skikünstlern vor allem aus Militärmannschaften Englands, Frankreichs, Italiens, der USA und der Schweiz. Am Charakter des alpinen Rennens änderte dies nichts.
Heute sind die Fakten rund um das Inferno-Rennen auf allen Ebenen gewaltig angestiegen: Von einst gut einem Dutzend Personen am Start rasen rund 1850 Fahrer über die Rennstrecke. Und was damals über eine Stunde beanspruchte, wird heute auf der Originalstrecke von 14.9 Km (bis Lauterbrunnen) in weniger als 15 Minuten bewältigt.

Weitere Informationen: www.schilthorn.ch und www.inferno-muerren.ch


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