Schweizer Börse SIX profitiert im Halbjahr von hohen Handelsvolumen

Schweizer Börse SIX profitiert im Halbjahr von hohen Handelsvolumen
Bjørn Sibbern, CEO SIX Group. (Foto: SIX)

Zürich – Die SIX hat im ersten Halbjahr 2026 mehr umgesetzt und deutlich mehr verdient. Nachdem die Schweizer Börsenbetreiberin die strategische Beteiligung an der französischen Worldline mittlerweile so gut wie veräussert hat, ist es an dieser Front zu keinem weiteren Ärger gekommen.

Der Betriebsertrag stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent auf 893 Millionen Franken, wie die SIX-Gruppe am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen erreichte das Wachstum sogar 9,6 Prozent. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen EBITDA nahm um fast die Hälfte auf 348 Millionen zu. Bereinigt um Transformationskosten waren es 368 Millionen (+38 Prozent).

Der Konzerngewinn legte auf 192 Millionen zu – und betrug damit mehr als viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum mit 42 Millionen. Im Vorjahr war es wegen der Worldline-Beteiligung zu einem Gewinneinbruch gekommen. Im Berichtszeitraum hat die SIX damit nun auch den Gewinn von 116 Millionen im ersten Halbjahr 2024 wieder übertroffen.

Volatilität beflügelt Börsentöchter
Die SIX habe in der ersten Jahreshälfte ein sehr starkes Ergebnis erzielt, das auf breit abgestützte Beiträge aller Geschäftseinheiten, auf günstigen Marktbedingungen sowie auf einer regen Handelsaktivität beruhe, heisst es. Das Geschäftsumfeld war also geprägt von einer hohen Marktaktivität, aber gleichzeitig auch anhaltender geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheit.

Davon profitierte insbesondere die Börsensparte mit der Schweizer Börse SIX, der spanischen BME Exchange und Aquis Exchange in London. Die Entwicklungen sorgten bei Aktien und börsengehandelten Fonds (ETFs) für hohe Handelsvolumina.

Das Börsensegment leistete den grössten Beitrag zum Konzern-EBITDA, wie es weiter heisst. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 habe sich der kombinierte Handelsumsatz der Schweizer und der spanischen Börse auf fast 970 Milliarden Franken summiert, ein Anstieg von 15 Prozent. Aquis kam auf knapp 460 Milliarden Euro (+23 Prozent).

Ziele bis 2027 bestätigt
Derweil läuft das zweite Jahr des dreijährigen Transformationsprogramms namens «Scale Up 2027». Die Transformationskosten im Zusammenhang mit den strategischen Initiativen beliefen sich laut der SIX auf 20 Millionen Franken nach 31 Millionen im ersten Halbjahr 2025.

Die SIX startete das Programm im März 2025, um sich höhere Finanzziele zu setzen und die Position als führende Dienstleisterin am Schweizer Heimatmarkt sowie in Europa zu stärken. Für das Gesamtjahr 2026 sowie für 2027 strebt die Gruppe ein Ertragswachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Die EBITDA-Marge (ohne Restrukturierungskosten) soll sich auf über 40 Prozent verbessern.

Die entsprechende EBITDA-Marge lag im ersten Semester 2026 bei 45,6 Prozent nach wechselkursbereinigten 35,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Ausserdem will die SIX ihre Kostenbasis bis Ende 2027 im Vergleich zu 2024 um mehr als 120 Millionen Franken senken, wie früher angekündigt worden war. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert