Zenline AI sammelt 1,3 Millionen Euro ein, um europäische Einzelhändler gegen Plattformen wie Amazon und Temu zu stärken

Zenline AI sammelt 1,3 Millionen Euro ein, um europäische Einzelhändler gegen Plattformen wie Amazon und Temu zu stärken
Arber Sejdiji, CEO von Zenline AI (Bild: Zenline, Moneycab)

Zürich – Das Schweizer KI-Startup Zenline AI hat sich eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 1,3 Millionen Euro gesichert, um den europäischen Einzelhandel durch intelligentere, KI-gesteuerte Sortimentsentscheidungen wieder wettbewerbsfähig zu machen. Die Runde wurde von Seedcamp geleitet, mit Beteiligung von Yellow, First Momentum und Arc Investors.

«Wir bauen KI-Agenten, die wie Sortimentsentscheider denken, aber in Sekundenschnelle agieren. Unsere Mission ist es, europäische Einzelhändler in die Lage zu versetzen, wieder profitabel zu sein. Wenn man bedenkt, wie entscheidend und kundenorientiert das Sortiment ist, kann ein Einzelhändler gewinnen, indem er seinen Umsatz steigert und sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Amazon und Temu verschafft, weil die Kunden leicht finden, was sie suchen, bewusst oder unbewusst», sagt Arber Sejdiji, CEO von Zenline AI.

Zenline AI wurde 2024 gegründet und stellt europäischen Einzelhändlern KI-Agenten zur modernen Sortimentsoptimierung zur Verfügung. In einem Markt, der von globalen Plattformen und zunehmendem Margendruck geprägt ist, will Zenline dabei helfen, profitable, käuferorientierte Sortimente aufzubauen.

Seine KI liefert laut eigenen Angaben automatisierte Empfehlungen auf Produktebene, von der Produkteinführung über die Konsolidierung bis hin zur laufenden Optimierung bestehender Artikel. Durch die Analyse interner Margen- und Wettbewerbsdaten sowie gesellschaftlicher Trends identifiziert Zenline Sortimentslücken und schlägt konkrete Massnahmen zur Preisgestaltung vor.

KI-gestütztes Category Management

Mitbegründer Sejdiji verbindet Einzelhandelserfahrung mit KI-Kenntnissen, die er bei BCG, P&G, der ETH Zürich und der University of Cambridge erworben hat.

«Zenline trifft einen Nerv im RetailTech. Die Zukunft des Category Management ist KI-gestützt. Bislang fehlte den Einzelhändlern die Grundlage, um die wichtigsten Entscheidungen zu treffen: wie ein starkes Sortiment tatsächlich aussieht. Das Team vereint fundiertes Fachwissen im Bereich der Agentensysteme und des Einzelhandels, und wir sind wirklich beeindruckt von der Geschwindigkeit der Umsetzung. Sie haben die Sortimentslogik von Grund auf neu durchdacht, um ihren ersten Kunden sofortigen Nutzen zu bieten. Das ist genau die Art von Talent und Lösung, die aus Europa kommt und die wir gerne unterstützen, sagt Sia Houchangnia, Partner bei Seedcamp.

Zenline AI wird seit Anfang 2025 von europäischen Einzelhändlern eingesetzt. Die Technologie analysiert derzeit über eine Million SKUs. Der Schwerpunkt liegt auf schnellen Erkenntnissen und Umsetzung. Die KI-Agenten von Zenline liefern konkrete Empfehlungen für jedes Produkt oder jede Kategorie auf der Grundlage von Margendaten, Wettbewerbssignalen, sozialen Trends und dem Verhalten der Kunden.

Die Software identifiziert Sortimentslücken, erkennt Kannibalisierungseffekte und schlägt konkrete Optimierungsmassnahmen vor. Nach Angaben von Zenline funktioniert die KI ohne interne Daten des Einzelhändlers und wurde gemeinsam mit den Einzelhandelsteams entwickelt, um die operative Eignung sicherzustellen.

Mit der neuen Finanzierung plant Zenline, die Produktentwicklung zu beschleunigen, sein KI-Modell zu verfeinern und in weitere Branchen zu expandieren. (EU-Startups/mc/hfu)


Zenline AI 

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