ZKB KMU Index: Index leicht im Minus – Volumen etwas höher

ZKB Nebenwerte

von André Spillmann, ZKB

Zürich – Im ausserbörslichen Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist das Handelsvolumen in der vergangenen Handelswoche um 1.0% auf CHF 5.49 Mio. gestiegen. Derweil ging die Anzahl der Abschlüsse auf 228 von 285 zurück. Der ZKB KMU-Index verliert 0.48% und steht bei 1’334.35 Punkten. Das Handelsgeschehen wurde einmal mehr von der Versandapotheke Zur Rose dominiert. In 85 Abschlüssen generierten die Aktien fast die Hälfte des Gesamtvolumens und beendeten die Handelswoche mit einem Minus von 2.3%.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass dem Tochterunternehmen DocMorris der Weiterbetrieb eines Apothekenautomaten im deutschen Bundesland Baden-Württemberg vorläufig untersagt wurde. Weiter schufen die Zur Rose-Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung von gestern Montag die Voraussetzung für den geplanten Börsengang, mit dem das Unternehmen mindestens CHF 200 Mio. einnehmen will. Ohne Neuigkeiten wurden auch die beiden Reishauer-Aktien mit einem kumulierten Volumen von fast CHF 2 Mio. rege gehandelt. Hohe Volumen erzielten auch die Weleda-Aktien mit CHF 0.5 Mio in vier Abschlüssen und die Titel der Wasserwerke Zug mit CHF 0.31 Mio in sechs Abschlüssen. Letztere gingen dabei mit einem Plus von 1.6% aus der Woche.

Starke Kursbewegungen gab es bei der Stanserhornbahn (+9.3%) und bei den Rigibahnen (+3,9%). Laut ZKB sei das schöne Wetter für die positive Kursentwicklung bei den Bergbahnen mitverantwortlich. Allerdings seien die Volumen bei beiden Aktien relativ gering gewesen. Auf der Verliererseite stehen mit Weisse Arena (-4.0%) ebenfalls die Titel einer Bergbahn zuoberst. Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) legten vergangene Woche die Zahlen zum ersten Halbjahr 2016/17 vor. Das Energieversorgungsunternehmen musste bei einem stabilen Umsatz einen Gewinnrückgang von 23% auf CHF 58.8 Mio. hinnehmen. Das Umfeld würde weiterhin durch die tiefen Marktpreise geprägt, hiess es. Weiter wurde bekannt, dass die CKW zusammen mit AEW Energie und den Genfer Stadtwerken (SIG) ein Windenergieprojekt im Kanton Aargau entwickeln wollen. Am Gemeinschaftsunternehmen wird AEW mit einem Anteil von 55%, CKW mit 25% und SIG mit 20% beteiligt sein. Neuigkeiten gab es in der Berichtsperiode auch aus dem Mediensektor. So vermeldete die NZZ-Gruppe einen weiteren Abgang im Management. Caroline Thoma, verantwortlich für Radio, TV und digitale Medien, wird die Gruppe verlassen. Ihre Nachfolge tritt Daniel Ettlinger an, der ihren Bereich zusätzlich zu Verlagsservices und Druck leiten wird. Das zur NZZ-Gruppe gehörende St. Galler Tagblatt und seine Partnerzeitungen werden im Sommer die neue Gratiswochenzeitung „A“ mit einer Auflage von 300’000 Expemplaren lancieren. Die bisherigen Gratiszeitungen „Anzeiger“, GOZ (Gossau) und HeZ (Herisau) sollen dabei ein Teil von „A“ werden. Ausserdem wurde bekannt, dass die NZZ ihren Anteil von 15% am Tagblatt der Stadt Zürich an Tamedia verkauft hat. Tamedia wiederum veräusserte eine 15%-Beteiligung weiter an die Lokalinfo AG.

Der Baudienstleister Weiss+Appetito will seine Profitabilität verbessern. Die EBIT-Marge von 2% soll weiter gesteigert werden und die Eigenkapitalquote von 50% beibehalten werden, sagte CEO Andrea Wucher im Interview mit dem Finanz- und Wirtschaftsportal Moneycab.com . Wachstumschancen ortet Wucher vor allem im Renovations- und Sanierungsbereich. Bewegung gab es auch im Bieterwettstreit um die Bieler Privatklinik Linde. So hat Aevis Victoria sein Kaufangebot für die Aktien der Privatklinik erhöht und bietet pro Aktie CHF 3’200 CHF in Aktien oder CHF 3’000 in bar. Zuvor waren CHF 2’500 je Aktie in bar oder ein Aktientausch im Gegenwert von CHF 2’890 CHF offeriert worden. In einem Gegenangebot hatte die Zürcher Klinikgruppe Hirslanden ein Gegenangebot in Höhe von 2’900 CHF je Linde-Aktie in Aussicht gestellt. In der laufenden Woche rechnet die ZKB weiterhin mit einem aktiven Handel, in dem wiederum die Aktien der Zur Rose Gruppe die Hauptrolle spielen dürften. Ausserdem stünden einige Generalversammlungen auf dem Programm, die den Handel beleben könnten. (Quelle: awp)

Unternehmensnachrichten
Die Versandapotheke Zur Rose kann noch in diesem Jahr an die Schweizer Börse gehen. Ihre Aktionäre haben am Montag an einer ausserordentlichen Generalversammlung die Voraussetzungen für einen Börsengang geschaffen. Mit grosser Mehrheit hätten die Aktionäre alle für einen Börsengang notwendigen formellen Statutenänderungen beschlossen, teilte Zur Rose am Montagabend mit. Gutgeheissen wurde zudem die Schaffung eines genehmigten Aktienkapitals im Nennwert von knapp CHF 12.5 Mio. Mit einem Gang an die Schweizer Börse noch in diesem Jahr will Zur Rose, wie vor zehn Tagen mitgeteilt, mindestens CHF 200 Mio. einnehmen. Mit den Geldern soll vor allem in Deutschland die Marktführerschaft weiter ausgebaut werden. Dank einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober will Zur Rose dort auch bei den Verkäufen von rezeptpflichtigen Medikamenten stärker wachsen. Das Gericht hob die Preisbindung für diese auf.

Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) hat im ersten Halbjahr 2016/17 (per Ende März) unter den weiter schwierigen Marktbedingungen gelitten. Die konsolidierte Gesamtleistung wuchs im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0.8% auf CHF 454.6 Mio. Im Bereich Energie ging die Gesamtleistung hingegen um 6.6% auf CHF 179.2 Mio. zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um rund 25% auf CHF 65.6 Mio. und das Unternehmensergebnis um 23% auf CHF 58.6 Mio. Das Ergebnis im Bereich Netz verbesserte sich auf CHF 57 Mio. Die zusätzliche nachträgliche Entschädigung aus dem Verkauf des Übertragungsnetzes an Swissgrid im Jahr 2013 betrug CHF 13.5 Mio. Die nachhaltig tiefen Energiemarktpreise und der ausserplanmässige Stillstand des Kernkraftwerks Leibstadt hätten zu dieser Ergebnisentwicklung geführt. Tiefe Marktpreise hätten nach wie vor das Umfeld der Schweizer Energieversorgungsunternehmen geprägt. Das Unternehmen hat sein Angebot im Bereich Gebäudetechnik erweitert und erste energieeffiziente Wärmepumpen installiert und in Betrieb genommen. (Quelle: awp)

Ein Gericht hat dem Arzneimittel-Versandhändler DocMorris den Weiterbetrieb eines Apothekenautomaten in Hüffenhardt im Bundesland Baden-Württemberg vorläufig untersagt. Das Gerät der sei aus Sicht des Landgerichts kein Versandhandel, sagte eine Justizsprecherin am Mittwoch. Das Gericht folgte einem Antrag des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Der Verband sieht in dem Automaten einen Wettbewerbsverstoss. DocMorris, eine Tochter der an die SIX strebenden Apothekengruppe Zur Rose, argumentiert hingegen, es handle sich um Versandhandel. Das Unternehmen verkauft in Hüffenhardt nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel. Dazu geben Mitarbeiter in den Niederlanden das Medikament per Knopfdruck frei. Beraten wird per Videochat. (Quelle: awp)

Caroline Thoma verlässt die NZZ-Mediengruppe. Sie war verantwortlich für Radio, TV und digitale Medien im Unternehmen. Ihre Nachfolge tritt Daniel Ettlinger an. Thoma arbeitete seit November 2013 in der NZZ-Mediengruppe. Sie verlässt das Unternehmen gemäss Communiqué auf eigenen Wunsch. Daniel Ettlinger übernimmt ihre Aufgaben zusätzlich zur Leitung des Bereichs Verlagsservices und Druck. Er ist seit elf Jahren im Unternehmen tätig. (Quelle: awp)

Die drei Energieunternehmen AEW Energie, CKW und die Genfer Stadtwerke (SIG) wollen ein Windenergieprojekt auf dem im Kanton Aargau befindenden Lindenberg entwickeln. Dazu werde in den nächsten Tagen die Windpark Lindenberg AG gegründet Hauptaktionär wird mit einem Anteil von 55% AEW Energie, während CKW mit 25% und SIG 20% am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sein werden. Zum finanziellen Umfang der jeweiligen Engagements werden keine Angaben gemacht. Die neue Gesellschaft hat gemäss Mitteilung den Auftrag, die Machbarkeit eines Projekts unter Berücksichtigung der möglichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt im Detail zu untersuchen und die erforderlichen Bewilligungsschritte einzuleiten. In einer ersten Phase (Sommer 2017) werde das Gespräch mit Interessengruppen gesucht und geführt. Die Bevölkerung werde voraussichtlich im Herbst 2017 an öffentlichen Veranstaltungen über die Auswertung der Gespräche mit den Interessengruppen und das weitere Vorgehen informiert, heisst es weiter. Der Windpark solle vier bis fünf, mindestens aber drei Masten umfassen, sagte Louis Lutz gegenüber AWP, der bei AEW Energie für erneuerbaren Energien verantwortlich ist. Jede Turbine dürfte eine jährliche Stromproduktion von 5,5 Gigawattstunden erreichen, womit der Strombedarf von rund 1’200 Haushalten abgedeckt werden könnte. Insgesamt dürfte der Windpark somit den Strom für 4’800 bis 6’000 Haushalte liefern. Kalkuliert werde mit Investitionen von CHF 35 Mio. für das Projekt mit fünf und mit CHF 28 Mio für das Projekt mit vier Masten, sagte Lutz weiter. Windenergie auf dem Lindenberg war in den letzten Jahren immer wieder ein Thema. Erste Messungen ergaben, dass die Nutzung der Windenergie dort möglich ist. Daher wurde das Projektgebiet in die Richtpläne des Kantons Aargau und des Seetals aufgenommen. Weitere Windmessungen auf einem 90 Meter hohen Mast ergaben, dass sich die Windenergie wirtschaftlich produzieren lässt. Nach einem Entscheid des aargauischen Grossen Rates sollen an Standorten für Windkraft-Anlagen jeweils „in der Regel“ mindestens drei Windräder gebaut werden. (Quelle: awp)

Aevis Victoria erhöht das Kaufangebot für die Bieler Privatklinik Linde. Das Angebot laufe unverändert bis zum 22. Juni – neu zu einem Preis von CHF 3’200 CHF in Aktien oder CHF 3’000 in bar, heisst es in einer Mitteilung vom Sonntag. Ersteres ergebe sich aus einem Tauschverhältnis von 55.06 Aevis-Aktien für eine Aktie von Linde, basierend auf dem Referenzpreis von CHF 58.11. Zuvor waren über die Aevis-Tochter Swiss Medical Network entweder CHF 2’500 pro Linde-
Aktie in bar offeriert worden oder ein Tausch mit 49.73 Namenaktien von Aevis Victoria pro Linde-Aktie, was einem Gegenwert von CHF 2’890 entsprach. Dann hatte die Zürcher Klinikgruppe Hirslanden ein Gegenangebot in Aussicht gestellt: den Erwerb für CHF 2’900 je Linde-Aktie. Swiss Medical Network werde mehr als CHF 25 Mio. in die Infrastruktur der Klinik investieren, heisst es am Sonntag von Aevis weiter. Man garantiere zudem die Unabhängigkeit der Belegärzte sowie deren Einbezug in die Führung der Klinik. Der Verwaltungsrat der Linde Holding Biel/Bienne AG („Linde Holding“) unterstütze das angepasste Angebot und empfehle seinen Aktionären die Annahme. Mit der Integration wolle Aevis, die „führende“ Marktstellung der Privatklinik Linde im Espace Mittelland weiter fördern, indem Kompetenzzentren mit anderen Kliniken von Swiss Medical Network entwickelt würden. Linde werde die führende Position im Regionalnetzwerk Neuenburg-Bern-Solothurn übernehmen mit der Möglichkeit, dieses auf die Kantone Jura und Freiburg auszudehnen. (Quelle: awp)

Andrea Wucher, CEO von Weiss+Appetito AG will die EBIT-Marge von 2% weiter steigern. Profitieren soll die Gesellschaft vom weiteren Aufträgen im Renovations- und Sanierungsbereich. Auch in Zukuft wird weiter auf Innovationen gesetzt. Die Eigenkaptialquote von 50% soll weiter beibehalten werden und wird als konfrotabel erachtet. (Quelle: moneycab.com)

Das „St. Galler Tagblatt“ und seine Partnerzeitungen lancieren im Sommer die neue Gratiswochenzeitung „A“. Diese soll mit rund 400’000 Leserinnen und Lesern die reichweitenstärkste Gratiszeitung in der Ostschweiz werden. Die bisherigen Gratiszeitungen „Anzeiger“, GOZ (Gossau) und HeZ (Herisau) werden ein Teil von „A“. Die neue Gratiszeitung erscheint ab dem 17. August jeweils am Donnerstag mit einer Auflage von 300’000 Exemplaren und einer Leserschaft von 400’000 Personen. Abonnenten des „St. Galler Tagblatts“ und der dazugehörigen Regionalausgaben sowie der „Thurgauer Zeitung“ erhalten „A“ als Beilage zu ihrer Zeitung. Gleichzeitig wird die neue Gratiszeitung an die Nicht-Abonnenten in der Ostschweiz verteilt. Dies sei insbesondere für Werbeauftraggeber attraktiv, heisst es. (Quelle: awp)

Der Zürcher Zeitungsverlag Lokalinfo AG übernimmt weitere 15% der Tagblatt der Stadt Zürich AG vom Medienhaus Tamedia. Diese wiederum übernehmen die 15%-Beteiligung der NZZ Mediengruppe, welche aus dem Aktionariat aussteigt. Die Lokalinfo AG hält damit nun insgesamt 35% am Tagblatt und die Tamedia weiterhin 65%. Finanzielle Details werden keine genannt. Die Lokalinfo AG war letzten November mit dem Kauf eines 20%-Anteils beim Tagblatt eingestiegen. Verkäuferin war auch damals Tamedia. (Quelle: awp)

Ausblick
Wir rechnen nochmals mit einer aktiven Handelswoche, einmal mehr dürften die Aktien der Zur Rose Gruppe im Fokus stehen. (ZKB/mc)

 

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