ZKB KMU Index: Ruhiges Handelsgeschehen

ZKB Nebenwerte

von André P. Spillmann, ZKB

Zürich – Der ZKB KMU Index verbesserte sich in einem einmal mehr ruhigen Handelsgeschehen in der vergangenen Woche um 0.07%. Das Plus kam vor allem auf die positive Kursentwicklung der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft, welche um über 7% anstieg zustande. Der Umsatz war aber mit CHF 2‘700 gering.

Einmal mehr waren die beiden „schweren“ Reishauer Aktien (Inhaber- und Namenaktien) die Volumenleader. Die Gerüchteküche brodelt über dass, was hinter den Kulissen bei dem Maschinenbauer passieren könnte. Ebenfalls wurden die Lorze AG Aktien gesucht, die Gesellschaft besitzt einen grösseren Anteil an der Reishauer Gruppe und gilt als mögliche Verkäuferin, wie die NZZ am Montag schrieb. Mit 12 Abschlüssen wurden die Papiere der Precious Woods Holding AG am breiten Markt rege umgesetzt. Seit der abgeschlossenen Kapitalerhöhung anfangs Sommer, ist mehr Aktivität in den Handel gekommen. Auch letzte Woche gab es wenig Neuigkeiten. Einmal mehr rapportierten die Regionalbanken ihre Halbjahresabschlüsse, welche durchaus positiv ausgefallen sind. Als einziger Industriewert hat die Plaston Holding AG den Geschäftsbericht in der vergangenen Woche veröffentlicht. Dank Kostensenkungen konnte der Reingewinn um 15% gesteigert werden. Nach der Bekanntgabe der Zahlen stieg der Titel um 1.43% auf CHF 3‘550 mit einem Volumen von 20 Aktien. (Quelle: eKMU-X)

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Unternehmensnachrichten
Die Regiobank Solothurn weist für das erste Halbjahr 2016 ein solides Ergebnis aus. Die Ausleihungen stiegen trotz des Tiefzinsumfelds nur moderat um 0.6%. Es würden weiterhin die bewährten und vorsichtigen Beurteilungsregeln für die Gewährung von Ausleihungen strikt angewendet. Das zweite Halbjahr bleibe anspruchsvoll. Dennoch erwartet die Regiobank Solothurn ein unverändert gesundes und gleichmässiges Wachstum sowie eine stabile Ertragslage. (Quelle: awp)

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Die Versandapotheke Zur Rose Group AG hat am 8. August beim Hauptbahnhof in Bern ihren ersten so genannten Flagshipstore. Mit dieser Präsenzapotheke wolle man das Versandgeschäft mit dem stationären Geschäft verbinden. Die Filiale biete Kunden die Möglichkeit zwischen Arzneimitteln, Drogerieartikeln und Gesundheitsprodukten auszusuchen. Es wird der erste Flagshipstore. Das Unternehmen mache damit einen ersten Schritt in Richtung Omni-Channel-Strategie, heisst es weiter. (Quelle: awp)

Die Plaston Holding AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr per 31. März 2016 eine Umsatzeinbusse von über 10% verbuchen müssen. Vor allem die Krise in Osteuropa und Russland und der schwache Euro haben hatten einen negativen Einfluss auf das Resultat. Der EBIT erhöhte sich dank tieferer Rohmaterialpreise sowie eingeleiteter Kostensenkungsmassnahmen um 9% auf CHF 3.29 Mio. Der Jahresgewinn erhöhte sich um 15% auf CHF 2.12 Mio. Aktionäre können an der kommenden Generalversammlung über eine unveränderte Dividende in der Höhe von CHF 100 abstimmen.

Die Spar- und Leihkasse Frutigen (SLF) hat im ersten Halbjahr 2016 den Geschäftserfolg gesteigert und sowohl bei den Kundengeldern als auch bei den Ausleihungen zugelegt. Im Anlagegeschäft wirkte sich die Zurückhaltung der Anleger jedoch negativ aus. Der Reingewinn nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5.9% auf CHF 2.7 Mio. zu, wie die Bank am Montag mitteilt. Die Nachfrage nach Finanzierungen sei im ersten Halbjahr hoch gewesen, was zu einem Wachstum bei den Ausleihungen von CHF 23.2 Mio. auf CHF 1.25 Mrd. geführt habe (+1.9%). Der Hauptteil davon, die Hypotheken, nahmen im selben Zeitraum um 1.9% auf insgesamt CHF 1.12 Mrd. zu und die Kundengelder um 2.4% auf CHF 1.08 Mrd. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet SLF ebenfalls mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Erwartet wird eine Steigerung der Ertragslage sowie ein leicht höherer Jahresgewinn. (Quelle: AWP)

Die BBO Bank Brienz Oberhasli (BBO) weist für das erste Semester 2016 einen höheren Geschäftserfolg und einen stabilen Reingewinn aus. Geprägt worden sei das Ergebnis von unverändert tiefen Kreditzinsen: Kundengelder und Ausleihungen würden stetig wachsen. Konkret seien die Ausleihungen seit dem Jahresende 2015 um 1.1% auf CHF 478 Mio gestiegen und die Kundengelder um 0.6% auf CHF 403 Mio. Die Bilanzsumme beträgt CHF 528 Mio. was eine Erhöhung von 1.7% bedeutet. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft beträgt CHF 3.36 Mio. und liegt damit 2.6% über dem Vorjahreswert. Die weiterhin sehr tiefen Zinsen würden aber sicherlich die Hauptertragsquelle der BBO auch in den kommenden Montanen und Jahren stark beeinflussen. Auch der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sowie der übrige ordentliche Erflog sind insgesamt gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Gesamtertrag dieser Geschäftssparten beträgt CHF 518’000 und liegt damit 12.1% über dem Vorjahr. Bei einem zum Vorjahr stabilen Geschäftsaufwand und nach Werteberichtigungen und Rückstellungen steigert die Bank damit im ersten Halbjahr den Geschäftserfolg um 28% auf von CHF 0.93 Mio. Abzüglich stiller Reserven zur Substanzstärkung der Bank resultiert ein Halbjahresgewinn von CHF 200’000 nach CHF 202’000 im Vorjahr. Mit Blick auf das zweite Semester erwartet die BBO einen Geschäftserfolg zwischen CHF 0.8 und CHF 0.9 Mio. Weiterhin schwierig zu beurteilen sei im derzeit herrschenden Marktumfeld die Entwicklungen des Erfolges aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie dem Handelsgeschäft. Unter dem Strich rechnet die BBO für das Gesamtjahr 2016 mit einem Geschäftserfolg von CHF 1.7 Mio. bis CHF 1.8 Mio. CHF und einem Reingewinn von CHF 400’000. (Quelle: AWP)

Die Bank EKI hat im ersten Halbjahr einen höheren Geschäftserfolg und Gewinn erzielt. Der Erfolg stieg um 18% auf CHF 2.4 Mio. und der Halbjahresgewinn um 4.1% auf CHF 1.3 Mio. Aufgrund der Turbulenzen an den Börsen und in den Währungen seien die budgetierten Werte beim Handelserfolg nicht erreicht worden, heisst es. Dies sei jedoch kompensiert worden, da Wertberichtigungen auf Kreditpositionen aufgelöst worden seien sowie durch Kostendisziplin. Die Bank EKI schaut optimistisch in die Zukunft und schreibt ihren Erfolg unter anderem der Reduktion des Dienstleistungsangebotes von anderen Mitbewerbern zu. Dies werde voraussichtlich weiteres Wachstum bringen. (Quelle: Bank EKI )

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Der SonntagsBlick erhält einen neuen Chefredaktor: Christian Dorer wechselt von der Aargauer Zeitung/Nordwestschweiz, der er seit 2009 als Chefredaktor vorsteht, zur Sonntagszeitung des Ringier-Verlags. Er werde die neue Aufgabe spätestens am 1. Februar 2017 übernehmen, teilten Ringier und die AZ Medien am Montag mit. Der 41-Jährige folgt auf Christine Maier, die ihren Posten jedoch bereits auf Anfang Mai aufgegeben hatte. Vorübergehend wurde die Redaktion von Philippe Pfister, dem stellvertretendem Chefredaktor, geführt. Pfister bleibe bis auf Weiteres in seiner bisherigen Funktion tätig, heisst es im Ringier-Communiqué weiter. Ebenfalls per Februar 2017 wird laut den Angaben Philipp Mäder zum stellvertretenden Chefredaktor ernannt. Er ist heute Nachrichtenchef der Schweizer Illustrierten.

Ausblick
Die kommende Woche dürfte aufgrund der immer noch anhaltenden Sommerferien weiter ruhig verlaufen. Einmal mehr erwarten wir gute Umsätze in den Titeln der Reishauer und Lorze AG. (ZKB/mc)


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