ZKB KMU Index: Weggang von Zur Rose sorgt für Volumenabsturz

ZKB Nebenwerte

Zürich – Die Woche danach: Im ausserbörslichen Handel der ZKB hat sich der Weggang der Versandapotheke zur Rose an die SIX wie erwartet massiv niedergeschlagen. Die Volumen brachen um über 70% auf noch CHF 4.46 Mio. ein, die Zahl der Ab­schlüsse lag mit noch 237 nach zuvor 826 ebenfalls deutlich unter der Vorwoche. Auch der ZKB KMU Index lag mit einem Abschlag von 0.63% auf 1’374,14 Punkte im Minus. In ihren letzten drei Handelstagen auf der Nebenwerteplattform gene­rierten Zur Rose zudem immer noch den grössten Volumenan­teil mit über CHF 3 Mio. in 137 Abschlüssen.

Hinzu komme die Zeit der Sommerferien, die den Handel ge­nerell in ruhigeren Bahnen verlaufen lasse, ergänzt die ZKB gegenüber AWP. Entsprechend dünn ist die Agenda gefüllt.

Auf der Gewinnerliste stehen derweil Schweizer Zucker mit einem Plus von 10.6% ganz oben. In drei Abschlüssen wurden hier gut 10’000 CHF umgesetzt. Zur Begründung verwies die ZKB auf das trockene Frühjahr, weswegen die Landwirte von einer guten Ernte ausgingen. Auch Pilatus Bahnen konnten anscheinend von der Schönwetter­Periode profitieren und leg­ten mit 10.2% ebenfalls kräftig zu.

Für Espace Real Estate ging es nach einem Abschluss und recht kräftigen Volumen von über CHF 280’000 um 2,6% nach oben. Stadtcasino Baden legten bei tiefen Volumen um 2.2% zu. Auch die Auto AG habe nach der Übernahme der Nater AG die „Gunst der Anleger“ zurückgewonnen und stieg bei Volumen von CHF 84’000 in drei Abschlüssen um 2.0%, so die ZKB.

Auf der Verliererseite büssten Rigi Bahnen trotz gestiegener Passagierzahlen im ersten Halbjahr 5,8% ein. Allerdings wie­sen die Aktien oft hohe Kurssprünge in beide Richtungen auf, schränkte die ZKB ein. Bei den Medientiteln mussten Zürcher Oberland Medien (­3.1%) und NZZ (­1.7%) Verluste hinneh­men. Für Acrevis Bank ging es bei guten Volumen um 1.5% nach unten ­seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 4.8% zu Buche.

Bei den Unternehmensnachrichten blieb es ruhig, für den Tou­rismussektor waren die Logiernächte von Januar bis Mai von Interesse. Hier wurde ein Anstieg um 1.9% auf 14.2 Mio Lo­giernächte verzeichnet, wie das Bundesamt für Statistik mit­teilte. Derweil stiegen die Firmenkonkurse in der Schweiz im ersten Halbjahr 2017 deutlich um 4.3% gegenüber dem Vor­jahr. Der Gläubigerverband Creditreform rechnet daher für das Gesamtjahr mit einer Verdoppelung auf knapp 6’800 Konkurse. (Quelle: awp)

Unternehmensnachrichten
Die Rigi Bahnen haben im ersten Halbjahr 2017 die Zahl der Gäste auf dem Zentralschweizer Ausflugsberg weiter steigern können. Ku­muliert verzeichnete das Unternehmen bis Ende Juni rund 368‘000 Passagiere. Dies entspricht einem Plus von 26% gegenüber dem Vor­jahr. Die Steigerung sei unter anderem dem sonnigen Wetter und den warmen Temperaturen zu verdanken. Im Mai gab es einen absoluten Passagier­-Rekord seit Aufzeichnungsbeginn. Als weitere Gründe für die guten Zahlen nennt der Tourismusbetrieb die allgemeine Zunahme an Gästen aus den asiatischen Märkten im Gruppengeschäft und gute Absatzzahlen beim Swiss Travel Pass für Individualreisende. (Quelle: awp)

Tourismus: Die Schweizer Hotels und Jugendherbergen haben von Januar bis Mai insgesamt 14.2 Mio. Logiernächte verzeichnet. Das sind 1.9% mehr als im Vorjahr. Dabei fiel die Zunahme bei den aus­ländischen Gästen mit 2,6 Prozent stärker aus als bei den Schweize­rinnen und Schweizern (+1,1 Prozent), wie die provisorischen Ergeb­nisse des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Donnerstag zeigen. Mit Abstand am beliebtesten ist die Schweiz nach wie vor bei den deut­schen Gästen, auch wenn deren Logiernächte im Vorjahresvergleich leicht rückläufig waren. Zugenommen haben dagegen die Übernach­tungen von US­-Amerikanern, Indern und Chinesen. Bei den einzelnen Monaten fällt vor allem die starke Zunahme im April auf. Hier stieg die Zahl der Logiernächte in den Hotels um 11,2 Prozent gegenüber 2016. Im Februar und März blieben die Übernachtungen dagegen hin­ter dem Vorjahreswert zurück. (Quelle: Suedostschweiz)

Die Firmenkonkurse in der Schweiz sind im ersten Halbjahr 2017 deutlich gestiegen. Sie liegen mit fast 3400 um 4.3% über dem Vor­jahreswert. Der Gläubigerverband Creditreform rechnet daher für das Gesamtjahr 2017 mit einer Verdoppelung auf knapp 6800 Konkurse. (Quelle: Südostschweiz)

Ausblick
Die Aktivitäten im ausserbörslichen Handel werden sich nach dem Weg­gang von Zur Rose wieder normalisieren. Aufgrund der Sommerferien erwarten wir in den nächsten Wochen ein ruhiges Handelsgeschehen. (ZKB/mc/ps)

 


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