Bund bestellt weitere sieben Millionen Dosen von Moderna-Impfstoff

Bund bestellt weitere sieben Millionen Dosen von Moderna-Impfstoff
(Foto: Moderna)

Bern – Der Bund hat weitere sieben Millionen Dosen Moderna-Impfstoff bestellt. Die Lieferung ist für Anfang 2022 vorgesehen. Weiter hat sich der Bund eine Option für zusätzliche sieben Millionen Dosen im kommenden Jahr gesichert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

Die zweite Lieferung könnte im Lauf des Jahrs 2022 erfolgen. Damit sollte die Bevölkerung im kommenden Jahr ausreichend mit Impfstoff versorgt sein, schrieb das BAG am Donnerstag.

Den BAG-Angaben zufolge forscht das US-Biotech-Unternehmen Moderna derzeit an einer Auffrischungsimpfung, die auch gegen künftige Mutationen des Coronavirus schützen soll. Voraussetzung für eine Verwendung in der Schweiz ist, dass das Heilmittelinstitut Swissmedic den angepassten Moderna-Impfstoff prüft und zulässt.

Für 2021 hat die Schweiz genügend Impfdosen, um auch Kinder und Jugendliche zu impfen. Zuerst muss Swissmedic die Impfstoffe für diese Altersgruppe allerdings noch zulassen. Sollten Impfungen in der Schweiz nicht benötigt werden, will der Bund eine Weitergabe an andere Länder prüfen.

Verträge mit fünf Herstellern
Bisher hat der Bund mit fünf Impfstoffherstellern Verträge abgeschlossen. Moderna soll demnach im laufenden Jahr 13,5 Millionen Impfdosen liefern und sieben Millionen Dosen im Jahr 2022. Hinzu kommt die Option mit gleichem Umfang. Mit Pfizer/Biontech läuft ein Vertrag über sechs Millionen Dosen. Diese beiden Impfstoffe sind zugelassen und werden aktuell verabreicht.

Noch nicht zugelassen, aber bestellt sind die Vakzine dreier weiterer Hersteller: 5,3 Millionen Impfdosen des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca, fünf Millionen des niederländischen Herstellers Curevac und sechs Millionen Dosen des US-Pharmaunternehmens Novovax.

Mit den verschiedenen Lieferverträgen will der Bund sicherstellen, dass auch bei Lieferengpässen ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen.

mRNA-Vakzine im Vordergrund
Der Bund setzt derzeit auf die sogenannten mRNA-Impfstoffe. Diese erweisen sich laut BAG als hochwirksam und gut verträglich. Der Moderna-Impfstoff gehört zu dieser Kategorie, genauso wie der in der Schweiz ebenfalls verwendete Impfstoff von Pfizer/Biontech und das bisher nicht zugelassene Vakzin von Curevac.

Mit dem Botenmolekül mRNA enthalten die Impfstoffe die Bauanleitung für einen Bestandteil des Covid-19-Erregers. Auf dieser Grundlage stellen die Körperzellen das Virusprotein her. Gegen dieses entwickelt der Körper dann seine Immunantwort.

Die auf die Zulassung wartenden Mittel von AstraZeneca und Novovax gehören nicht zu den mRNA-Impfstoffen. Wie dir herkömmliche Grippeimpfung beruhen sie auf den Bruchstücken eines Virus. (awp/mc/ps)

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