Sicherheitsbedenken: Airlines ändern Flugplan im Nahen Osten

Sicherheitsbedenken: Airlines ändern Flugplan im Nahen Osten
Keine Flugbewegungen über Syrien am Donnerstagmorgen. (Bild: Screenshot flightradar24.com)

Berlin – Angesichts der Spannungen wegen eines möglichen Militäreinsatzes der USA und anderer Staaten gegen Syrien haben mehrere Airlines in der Region ihre Flüge vorübergehend umgeleitet. Die libanesische Middle East Airlines änderte ihre Flugrouten zunächst bis Freitagabend. Danach werde die Lage neu bewertet, teilte die Fluggesellschaft auf ihrer Webseite mit. Kuwait Airways strich von Donnerstag an bis auf weiteres alle Flüge zwischen Kuwait-Stadt und der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Zuvor hatte die Luftraumüberwachung Eurocontrol alle Airlines auf mögliche Probleme im östlichen Mittelmeer hingewiesen. Die Behörde warnte am Dienstag, dass es „innerhalb der nächsten 72 Stunden“ im Luftraum über Syrien zu Raketeneinsätzen kommen könne. Nach einem mutmasslichen Giftgasangriff auf die syrische Stadt Duma in der Rebellenregion Ost-Ghuta drohte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter mit einem Militärschlag in Syrien.

Wegen des andauernden Bürgerkriegs meiden die meisten Fluglinien seit geraumer Zeit den syrischen Luftraum. Nur die syrische Fluggesellschaft Syrian Air bietet nach Angaben des Online-Dienstes flightradar24.com derzeit noch Flüge in dem Land an.

„Proaktive Vorsichtsmassnahme“ der Lufthansa
Auch die deutsche Lufthansa steht wegen der angespannten Lage in Nahost nach eigenen Angaben „in engem Austausch mit den Behörden“. Der betreffende Luftraum im östlichen Mittelmeer werde „durch die Airlines der Lufthansa Group als proaktive Vorsichtsmassnahme bereits seit längerem nicht überflogen“, sagte Pressesprecher Jörg Waber am Donnerstag. (awp/mc/ps)

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