Milliardenmarkt Robotik – Profiteure der Automatisierung

Milliardenmarkt Robotik – Profiteure der Automatisierung
Roboter (Bild: Fotolia - #72018358 - © ktsdesign)

Augsburg – In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Robotik-Industrie zu einem Milliardenmarkt entwickelt. Die zunehmende Automatisierung steigert die Nachfrage nach Industrierobotern Jahr für Jahr kontinuierlich.

So steht es derzeit um die Situation der Robotik-Industrie.

Profiteure der Industrie 4.0
Die grossen Robotik-Hersteller sind die Profiteure der Industrie 4.0. Die Automatisierung hat längst nahezu jede Branche erfasst. Vor allem in der Industrie sind heutzutage kaum noch Gewinne zu realisieren, wenn nicht im grossen Ausmasse auf Roboter gesetzt wird. Eine ganze Reihe von Herstellern hat sich zuletzt durch die gesteigerte Nachfrage nach Robotern in Szene setzen können. Allen voran selbstverständlich der deutsche Hersteller KUKA, der Schweizer ABB-Konzern, sowie die japanischen Hersteller Fanuc und Yaskawa. Aber auch Kawasaki und Comau, ein Unternehmen des Fiat-Konzerns, haben jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Industrierobotern, und zuletzt ihre Wachstumsraten deutlich steigern können.

Wenn man die Zahlen analysiert, die in den vergangenen Jahren das grosse Wachstum der Robotik-Industrie unterstrichen haben, so sehen auch die Prognosen für die kommenden Jahre rosig aus. Auf der ganzen Welt werden zunehmend Milliarden von Dollar in Roboter investiert, und das in einer ganzen Reihe von Branchen. Angefangen von der Automobilindustrie, bis hin zu Landwirtschaft, zur Medizin und Schwerindustrie, und auch in der Rüstung, Raumfahrt und im Transportwesen kommt man ohne Roboter heutzutage nicht mehr weit.

Gefahr sozialer Verwerfungen?
Diese Entwicklung ist für Investoren und Anleger äusserst erfreulich. Allerdings gehen mit der zunehmenden Automatisierung der Industrie einige vor allem soziale Probleme einher. Immer mehr Arbeiter werden durch Roboter ersetzt. Wenn es nicht gelingt, diese umzuschulen und für andere Aufgaben im Konzern einzusetzen, werden sie ihren Job verlieren. Wenn diese Entwicklung nicht durch geschickte Maßnahmen abgefedert werden kann, kann dies zu sozialen Verwerfungen führen und letztlich dazu, dass der Konsum nachlässt.

Die Antwort auf diese Herausforderung lautet in den meisten Fällen Weiterbildung. Mitarbeiter vor allem in der Industrie werden gefordert sein, sich ständig weiter zu entwickeln und weiter zu bilden. Denn immer mehr Bereiche, in welchen dies zuvor undenkbar gewesen ist, werden durch Roboter und Machine Learning Algorithmen ersetzt. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass durch die zunehmende Automatisierung auch neue Jobs entstehen werden. Wenn allerdings bestehende Mitarbeiter es nicht schaffen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen, werden sie auf lange Sicht die Verlierer dieser Entwicklung sein.

Der kollaborative Roboter
Allerdings darf man sich einen modernen Industriebetrieb nicht mehr so vorstellen, dass einzig und allein Roboter die Arbeit verrichten. Der Arbeitsplatz der Zukunft wird anders aussehen: Roboter und Menschen werden in einem kollaborativen Verhältnis ihrem Beruf nachgehen – und so den Output des Unternehmens steigern können. Denn so erfolgreich und effizient Roboter auch sind, was manuelle Arbeiten und kognitive Fähigkeiten wie etwa die Qualitätssicherung betrifft, so sind sie bei weitem noch nicht dazu in der Lage, sämtliche Fähigkeiten des Menschen zu ersetzen. Zwar wird das Spektrum dieser Fähigkeiten sich laufend verändern, da Computer immer mehr Bereiche abdecken können, jedoch wird es immer Aufgaben geben, die nach wie vor von Menschen übernommen werden müssen. Somit kann man davon ausgehen, dass der Mensch auf lange Sicht in der Industrie seine Aufgaben finden wird. Fest steht allerdings, dass ein kollaborativer Roboter nicht der Feind der Arbeiter sein muss – im Gegenteil.

Fazit
Die Robotik-Industrie ist höchst profitabel. Aufgrund der rasanten Automatisierung, und der riesigen Nachfrage nach Robotern, geht es Unternehmen aus dieser Branche so gut wie nie zuvor. Zwar ist davon auszugehen, dass diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten andauern wird. Dennoch gibt es einige Herausforderungen, die in der Industrie gelöst werden müssen. Allen voran jene der Weiterbildung der Mitarbeiter, welche zunehmend durch die Automatisierung ihre bewährten Arbeitsplätze bedroht sehen werden. (KA/mc/hfu)

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