Neu eröffnetes IoT Innovation Lab in Genf zeigt HPE-Kunden, wie sich Daten am Edge nutzen lassen

Neu eröffnetes IoT Innovation Lab in Genf zeigt HPE-Kunden, wie sich Daten am Edge nutzen lassen
(Bild: © fotohansel / Fotolia)

Genf – Hewlett Packard Enterprise (HPE) gab heute die Eröffnung eines neuen IoT Innovation Lab in Genf bekannt. Dort können Kunden erfahren, wie sich die grossen Datenmengen nutzen lassen, die ausserhalb des Rechenzentrums beispielsweise von Geräten, Maschinen, Anlagen und Sensoren am Rand des Netzwerks (dem Edge) generiert werden. Das neue Genfer IoT Innovation Lab ist die vierte Einrichtung dieser Art auf der Welt. HPE bietet seinen Kunden so ein kooperatives Umfeld zum Entwerfen, Entwickeln und Testen von IoT- und Edge-to-Cloud-Lösungen, mit denen das Geschäftsergebnis in puncto operativer Effizienz, Sicherheit, Ertragswachstum und langfristige Wettbewerbsvorteile optimiert werden kann.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass «der Anteil von Unternehmensdaten, die ausserhalb von traditionellen, zentralen Rechenzentren oder Clouds erstellt oder verarbeitet werden, von derzeit 10 Prozent (Stand: 2018) auf 75 Prozent im Jahr 2022 ansteigen wird».[1]

«Das exponentielle Datenwachstum am Edge birgt eine riesige Chance auf Fortschritte in unseren Volkswirtschaften und der Gesellschaft. Derzeit nutzen Unternehmen jedoch lediglich einen Bruchteil dieser Daten», erklärt Volkhard Bregulla, Vice President Global Manufacturing, Automotive & IoT bei HPE. «Die Verwirklichung dieser Chance erfordert einen komplexen Transformationsprozess, der technologische, personelle und wirtschaftliche Aspekte abdeckt. Unsere IoT Innovation Labs dienen als Schlüsselinstrument, um die individuelle IoT-Erfahrung jedes Kunden einzuleiten, mitzugestalten und zu beschleunigen.»

Das Genfer IoT Innovation Lab von HPE bietet praxisnahe Umgebungen und reale Beispiele, anhand derer Kunden und Partner den Geschäftswert des umfassenden IoT-Portfolios von HPE und seinen Partnern ergründen können. Hierzu gehören immersive «Edge Experience Zones», in denen Kunden mit «Dingen» in ihrem normalen Umfeld digital interagieren können. HPE zeigt praktische IoT-Anwendungsfälle für die Öl- und Gasindustrie, die Fertigungsbranche, den Maschinenbau, das Gesundheitswesen, den Einzelhandel, die Smart City und weitere Branchen.

In Zusammenarbeit mit seinem nahe gelegenen HPC and AI Center of Excellence im französischen Grenoble bietet HPE im Genfer Lab den perfekten Rahmen für Machbarkeitsstudien: Kunden können die neuesten IoT-Technologien mit eigenen Softwareprogrammen und Daten testen. Sie können so Anwendungen vergleichen und in einem sicheren und vertraulichen Rahmen mit verschiedenen Szenarien experimentieren.

«Kern unserer IoT Innovation Labs sind kooperative Innovationen, die das Geschäftsergebnis positiv beeinflussen», erklärt Dr. Tom Bradicich, Vice President and General Manager, Converged Servers, Edge and IoT Systems, bei HPE. «Die Labs dienen nicht nur dazu, Lösungen zu präsentieren oder zu testen. Vielmehr noch sollen sie zum Nachdenken über das, was möglich ist, anregen, und dann Menschen zusammenbringen, die gemeinsam mit anderen innovative IoT- und smarte Edge-Computing-Lösungen erdenken und verwirklichen.»

Steigerung des Geschäftswerts über IoT-Anwendungsfälle
Um die Geschäftsentwicklung mittels IoT voranzutreiben, bedarf es nicht nur neuer Technologien und Expertise in Bereichen wie Edge-Infrastruktur, künstliche Intelligenz, kabelgebundene/kabellose Netzwerke, Sicherheit, Ortungsdienste, Augmented Reality und Edge-to-Cloud-Architekturen, sondern auch zukunftsfähiger Anwendungsfälle, die kurzfristig Resultate erzielen und die Entwicklung eines strategischen IoT-Innovationsfahrplans unterstützen. Die im Genfer Lab präsentierten Anwendungsszenarien sollen Kunden dabei helfen, Chancen zur Erreichung ihrer Geschäftsziele zu erkennen, IoT-Anwendungsfälle für das eigene Unternehmen zu entwerfen und schliesslich auch Machbarkeitsstudien und Projekte umzusetzen Das IoT Innovation Lab in Genf informiert beispielsweise über folgende Anwendungsfälle:

  • Beschleunigtes maschinelles Lernen von Edge-Geräten zur Automatisierung der Qualitätssicherung in der High-Tech-Fertigung:
    HPE Pointnext präsentiert eine auf Videoanalyse und maschinellem Lernen (ML) basierende Lösung, mit der sich Fehler von Endprodukten in der High-End-Fertigung automatisch und mit äusserst hoher Präzision ausmachen lassen. Das Einlernen der ML-Algorithmen wird über innovative Bildanalyseverfahren und mittels Durchführung der Analyse direkt am Edge, basierend auf «HPE Edgeline Converged Edge»-Systemen, erheblich beschleunigt. Diese Lösung wird beispielsweise auf den Foxconn-Fertigungsstrassen für HPE-Systeme im tschechischen Kutna Hora genutzt. Das Genfer IoT Innovation Lab besitzt ein Förderband, an dem Besucher erleben können, wie die Videoanalyselösung Fehler in der Computerhardware erkennt.
  • OT-IT-Konvergenz erhöht Produktivität im Automobilbau:
    Autobauer setzen in ihren Fabriken auf eine automatisierte Inline-Qualitätssicherung, die zahlreiche Test- und Messeinrichtungen umfasst – ein komplexes, fehleranfälliges und teures Konzept. Ein Autobauer erkannte die Chance, die Produktivität durch Einbindung verschiedene Komponenten in ein einzelnes System beträchtlich zu erhöhen. Das Unternehmen führte die HPE Edgeline OT Link Platform ein. Diese integrierte Plattform kombiniert operative Technologien (OT) – wie CAN-Bus-Systeme, Datenerfassung und OT-Kontrollsysteme – mit der am Rand, in diesem Fall in der Fabrik, vorhandenen IT der Enterprise-Klasse. HPE zeigt im IoT Innovation Lab in Genf, wie sich mit einem HPE Edgeline EL300 Converged Edge System eine Fahrzeugtür kontrollieren und überwachen lässt.
  • Monetarisierung von Fahrzeugdaten:
    HPE zeigt eine prototypische Lösung, die in einem Audi Q2 umgesetzt wurde und dazu dient, die Sensordaten eines Fahrzeugs über «Smart Contracts» auf sichere Art und Weise zu teilen und zu verkaufen. Auf Basis der Blockchain-Technologie und einer Edge-to-Cloud-Architektur kann der Fahrzeugbesitzer beim Fahren Geld verdienen oder Belohnungen erhalten, wobei er zeitgleich kontrolliert, wer seine Daten erhalt. Unternehmen erhalten so Zugang zu einem wertvollen Datenbestand, den sie für Fahrerassistenzsysteme, die Kundenansprache oder sonstige Mobilitätsdienste verwerten können.
  • Smarter Standort verbessert Geschäftswert:
    Aruba, ein HPE-Unternehmen, führt vor, wie die IoT-Technologie die Erfahrung an einem physischen Ort, wie einem Büro, einem Einzelhandelsgeschäft, einem Krankenhaus oder einer Stadt derart verändert, dass sich gesetzte Ziele – höhere Mitarbeiterproduktivität, mehr Sicherheit, optimierte Prozesse und gesteigerte Erträge – erreichen lassen. So enthält das Genfer Lab ein intelligentes Büro, das mit dem kabelgebundenen und kabellosen Aruba-Netzwerk, mit Aruba Beacons und Ortungsdiensten (Aruba Meridian) ausgerüstet ist, die allesamt in die Büro- und Geschäftsanwendungen integriert sind. Über die durch Meridian gesteuerte mobile App finden Besucher schnell den Weg zum richtigen Raum und basierend auf der Präsenz eines Besuchers werden im Konferenzraum automatisch verschiedene Workflows ausgelöst. So wird beispielsweise, sobald ein Besucher den Raum betritt, der Raum in der mobilen App als belegt angegeben, wodurch das System automatisch eine Skype- oder Zoom-Konferenz startet.
  • Mehr Sicherheit und höhere Servicequalität in IoT-Umgebungen:
    Das stetige Wachstum im Bereich Edge und IoT stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen: Sie müssen die beste Benutzererfahrung bieten und die Sicherheit der IoT-fähigen Infrastrukturen gewährleisten. Im Genfer IoT Innovation Lab zeigt Aruba, mit welchen Lösungen sich die Herausforderung der IT-Sicherheit meistern lässt. Hierzu gehört auch Aruba IntroSpect, eine KI-basierte Maschinenlernsoftware, die kleine Änderungen im Geräteverhalten erkennt. Letztere deuten häufig auf Cyberangriffe hin, die traditionelle Schutzeinrichtungen umgehen konnten. Die Lösung wird bereits von Cadence Design Systems und anderen grossen Organisationen auf der ganzen Welt genutzt. Zudem verfügt Aruba durch den Erwerb von Cape Networks auch über eine «Service Assurance»-Lösung, die IT-Abteilungen dabei hilft, Servicefälle bereits zu erkennen, bevor sie sich bei Nutzern oder auf IoT-Geräten bemerkbar machen. Hierfür werden kontinuierlich simulierte Tests gefahren, um die Netzwerkkonnektivität, Netzwerkdienste, die Authentifizierung, das Captive Portal, cloudbasierte und interne Anwendungen an kritischen Orten, wie Büroräumen, Produktionsstätten, Einzelhandelsgeschäften, im Gesundheitswesen und an ähnlichen Orten, zu überwachen.

[1] Gartner: Top 10 Strategic Technology Trends for 2018: Cloud to the Edge, David Cearley, Bob Gill et al., veröffentlicht am 8. März 2018

Über Hewlett Packard Enterprise
Hewlett Packard Enterprise (HPE) ist ein globaler Technologieführer, der intelligente Lösungen entwickelt, mit denen Kunden Daten erfassen, analysieren und ihre Handlungen steuern können – nahtlos integriert vom äussersten Rand des Netzwerks über das Rechenzentrum bis zur Cloud. HPE hilft Kunden, schneller Geschäftsergebnisse zu erzielen – mit neuen Geschäftsmodellen, der Entwicklung neuer Kunden- und Mitarbeiter-Erlebnisse und der Steigerung der operativen Effizienz, heute und in Zukunft.

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