Online-Marktplatz tutti.ch mit Spitzenwerten während Lockdown

tutti.ch
(Screenshot)

Zürich – 2010 ging die Website tutti.ch in der Schweiz live. Seither ist einiges passiert: Mit über 2,3 Millionen Inseraten und mehr als 15 Millionen Besuchen pro Monat ist das Kleinanzeigenportal heute der führende Online-Marktplatz und gleichzeitig eine der meistbesuchten Webseiten der Schweiz. Alle 10 Sekunden wird auf tutti.ch etwas verkauft. Über die letzten zehn Jahre hat sich das Tessin als aktivster Kanton erwiesen. Rekord-Monat in der Geschichte des Schweizer Inserateportals war der April 2020.

Ganz nach dem Motto «Wir haben alles drauf» bietet tutti.ch, das heute zu TX Markets gehört, die grösste Auswahl an Objekten schweizweit. Neben allerlei Alltags- und Gebrauchsgegenständen aus den Bereichen Haus, Hobby und Mode finden sich auf dem Portal auch einmalige Trouvaillen und Raritäten, etwa ein Ghostbusters-Mobil oder Polo Hofers Drumsticks. Als aktuell teuerstes Objekt stehen Seecontainer zum Verkauf – für schlappe 35 Millionen Schweizer Franken. Daneben gehören inzwischen auch Autos, Immobilien und ein Stellenmarkt zum umfangreichen Angebot.

Rekordmonat in der 10-jährigen Geschichte: April 2020
Es ist ein spezielles Jahr, in dem tutti.ch sein grosses Jubiläum feiert. Das Jahr 2020 ist geprägt von Corona und aussergewöhnlichen Umständen. Doch für den Online-Marktplatz verläuft das aktuelle Jahr bislang sehr erfreulich: «Wir konnten einen Trend von steigenden Nutzungszahlen von Woche zu Woche über die gesamte Lockdown-Zeit beobachten: Gleich viermal in Reihe durften wir Rekordtage in der Geschichte unseres Online-Marktplatzes erleben. Die höchsten Zahlen sahen wir am Sonntag, 26. April 2020: An diesem Tag verzeichneten wir auf unserer Plattform über 435’000 Nutzer und rund 43’000 gesendete Kontaktanfragen. Im April und Mai hatten wir insgesamt 30% höhere Traffic-Zahlen als im Vorjahr», erklärt Patrizia Negri, Digital Communication & Content Manager bei tutti.ch. Auch im Juni konnte die Plattform erneut Rekordwerte verzeichnen.

Aber auch ohne Corona läuft das Geschäft für tutti.ch gut. Dejan Dojcinovic zeigt sich erfreut: «Ein Grund für das kontinuierliche Wachstum, auch in den letzten Jahren, ist sicherlich das veränderte Konsumverhalten. Nachhaltigkeit liegt im Trend. Auf tutti.ch kann der Nutzer einen guten Deal machen und dabei die Umwelt schonen. Das macht die Plattform auch nach 10 Jahren noch interessant.»

Alle zwei Sekunden ein persönlicher Kontakt
Alle 10 Sekunden wird auf tutti.ch etwas verkauft. Alle 2 Sekunden findet eine Kontaktanfrage zwischen Käufer und Verkäufer statt. tutti.ch bringt Menschen zusammen, ist lokal, nahe und persönlich. Denn im Gegensatz zu anderen Online-Marktplätzen setzt tutti.ch nach wie vor stark auf den Verkauf von Privatperson zu Privatperson und möchte auch in Zukunft keine Handelsplattform für professionell Gewerbetreibende werden.

Das bestätigt auch CEO Dejan Dojcinovic: «Natürlich hat die grosse Nachfrage auf unserer Plattform auch professionelle Verkäufer angelockt, so dass man heute teilweise auch Neuware auf tutti.ch finden kann. Wir beobachten das sehr genau; unser Schwerpunkt liegt weiterhin auf den Inseraten von Privatpersonen.»

Maiensäss im Bündnerland, Louis Vuitton in Genf
Doch was kaufen Schweizerinnen und Schweizer am liebsten auf tutti.ch? Im Jahr 2020 befinden sich unter den meistgesuchten Begriffen bislang vorwiegend Objekte zur Fortbewegung oder solche, die man zum Einrichten braucht: E-Bikes, Autos, Wohnmobile und Velos aber auch diverse Möbel wie Schränke, Esstische oder Gartenmöbel waren in diesem Jahr besonders beliebt. Und Katzen.

Spannend sind auch die regionalen Unterschiede: Im Kanton Zug stossen Bürostühle auf überdurchschnittliches Interesse, im Bündnerland sind es Maiensässe. Auch Quads und Ställe sind offenbar besonders in Bergregionen gefragt: Im Wallis und Graubünden sind Suchen nach diesen Begriffen besonders häufig. Werden im Jura neben Bauernhäusern auch Dampfreiniger und Drehbänke oft gesucht, sind es im Kanton Genf Porsches und Louis Vuitton Taschen. Rennvelos hingegen scheinen eher eine urbane Angelegenheit zu sein: Sie sind in den Kantonen Basel und Zürich besonders beliebt.

Aktivster Kanton in der Schweiz ist das Tessin mit jährlich fast 6 Kontaktanfragen pro Einwohner. Genf hingegen ist der Kanton mit den wenigsten aktiven tutti.ch-Nutzern im Vergleich zu der Einwohnerzahl. (awp/mc/pg)

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