Keine individuellen Programm-Vorschläge bei Swisscom-TV

Swisscom TV
(Foto: Swisscom)

Zürich – Im Gegensatz zur Konkurrentin Quickline verzichtet die Swisscom in der täglich anbrandenden Flut von TV-Sendungen auf individuelle Programmvorschläge für jede einzelne Person im Haushalt. Der «blaue Riese» setzt stattdessen auf Themenwelten.

Diese umfassen beispielsweise die Themen Sport, Nachrichten, Filme, Serien, Dokumentarsendungen oder Kinderprogramm. Insgesamt gebe es rund 20 Themenwelten, die auf dem elektronischen Programmführer zuoberst angeordnet seien, erklärte Swisscom-Produktchef Dirk Wierzbitzki am Mittwoch bei der Präsentation der neuen TV-Oberfläche vor den Medien in Zürich.

Diese Themenblöcke sollen Orientierung in der täglichen Sendungsflut bieten. So würden beispielsweise unter dem Thema Serien nicht nur das laufende Programm, sondern auch die eigenen Aufnahmen angezeigt. Künftig sollen auch Inhalte von Apps wie etwa Netflix-Serien angezeigt werden. Die Verhandlungen dazu liefen noch, hiess es.

Jeder mit seinem eigenen TV-Profil
Im Gegensatz dazu hatte die Kabelnetzbetreiberin Quickline im März als erste Anbieterin farbige Leuchttürme auf ihrer Benutzeroberfläche eingeführt. Dort hat jeder Nutzer seinen eigenen Zugang und erhält deshalb Programmvorschläge durch die Auswertung von seinen persönlichen Fernsehvorlieben.

So bekommt der Vater beispielsweise Vorschläge für Actionfilme oder Fussball, die Mutter für Rosamunde Pilcher und das Kind für Zeichentrickfilme. Weil jeder Zuschauer sein eigenes Profil hat, in das er sich einloggen muss, kann er seine eigenen Farben für die Benutzeroberfläche auswählen.

«Kunden wollen sich am Fernseher nicht einloggen müssen»
Die Swisscom hat die Personalisierung bei ihrem TV indes verworfen. Man habe die Meinung von Kunden dazu abgefragt, sagte Wierzbitzki: «Die Mehrheit der Kunden wünscht das nicht. Sie wollen sich nicht vor ihrem eigenen TV zu Hause einloggen müssen.» Eigene Senderlisten würden vollkommen ausreichen.

Zunächst würden die Themenwelten nur auf dem Fernsehgerät zu Hause funktionieren. Mitte nächsten Jahres sollen sie dann auch für Swisscom-TV auf Tablets oder Smartphones verfügbar sein, sagte Wierzbitzki. (awp/mc/pg)

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