Wichtige digitale Sicherheitsmassnahmen für das eigene Unternehmen

Wichtige digitale Sicherheitsmassnahmen für das eigene Unternehmen
(Foto: Pixabay.com, © mohamed_hassan, CC0 1.0)

Berlin – Wie schützt man als Unternehmen geheime Daten, die internen Kommunikationswege und besonders das geistige Eigentum? Nahezu jedes Unternehmen besitzt heute verschiedenste Sicherheitsvorkehrungen. Mit diesen werden nicht nur Räume wie Büros, Ladenflächen oder Lager gesichert, sondern auch die unternehmenseigene IT-Struktur. Vor allem digitale Sicherheitsmassnahmen gewinnen immer mehr an Bedeutung, denn die grössten Bedrohungen entstehen über digitale Wege.

Professionelle Hacker versuchen tagtäglich, in IT-Systeme einzudringen und wichtige oder sogar geheime Daten zu stehlen. Wir zeigen Ihnen wichtige digitale Sicherheitsmassnahmen für das eigene Unternehmen.

Verschlüsselungen für Internetinhalte
Der Datenschutz ist in Deutschland ein hohes Gut, das es zu bewahren gilt. Aus diesem Grund arbeiten die meisten Unternehmen mit Verschlüsselungstechnologien. Das Verschlüsseln von Unternehmensdaten dient vor allem dazu, dass ausschliesslich Empfänger mit entsprechender Autorisierung Zugriff auf vertrauliche Daten haben und sicher kommunizieren können. Dazu verwenden sie spezielle Algorithmen oder Kryptographie-Verfahren. Eine Verschlüsselung ist in den folgenden Varianten möglich:

  • Festplattenverschlüsselung
  • Dateiverschlüsselung
  • Backup-Verschlüsselung
  • E-Mail-Verschlüsselung

Am geläufigsten dürfte das sogenannte SSL- bzw. TLS-Zertifikat sein. Mit ihm werden Daten verschlüsselt, die vom Web-Browser eines Unternehmens und dem Web-Server einer aufgerufenen Website ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich um ein asymmetrisches Verfahren, das einen vertraulichen End-to-End-Datentransfer mithilfe spezieller Sitzungsschlüssel (symmetrisches Verschlüsselungsverfahren) gewährleistet.

Hier gibt es spezielle Cyber-Security-Unternehmen, die Dienstleistungen im Bereich der Internetsicherheit erbringen und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Daten noch effektiver vor unberechtigten Zugriffen zu schützen.

VPN – besonders sichere Internetverbindungen
Für Unternehmen sind VPN (Virtual Private Network) existenziell. Der Grund dafür liegt darin, dass es Internet zahlreiche Hacker gibt, die es auf Unternehmensdaten abgesehen haben. Deshalb ist es für jedes Unternehmen eine der Hauptaufgaben, das eigene Netzwerk vor Angriffen von aussen zu schützen. Zudem existieren in Europa sehr strenge Datenschutzregeln, die in der sogenannten Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), welche im Mai 2018 in Kraft trat, festgeschrieben sind.

Eine VPN-Verbindung macht darüber hinaus Home-Office wesentlich sicherer effizienter und auch im Zuge der Globalisierung erscheint VPN durchaus sinnvoll. Zahlreiche Websites werden von bestimmten Ländern blockiert und sind daher nicht erreichbar. Eine solche Internetzensur gibt es z.B. in China, das beispielsweise regime-kritische Seiten einfach sperrt. Befindet sich ein Unternehmer in einem dieser Länder auf Geschäftsreise, ermöglicht ihm VPN, dennoch auf eigentlich gesperrte Seiten zuzugreifen. Ursache für diesen Umstand ist die Tatsache, dass ein VPN den Standort des Nutzers verschleiert und dem empfangenden Server vorgaukelt, dass die Verbindung von einem anderen Ort aus aufgebaut wurde. VPN kann also das Unternehmens-Netzwerk schützen, durch seine Schnelligkeit das Home-Office effizienter machen und sorgt dafür, dass ein Unternehmer trotz Sperrung bestimmter Websites weltweit arbeiten kann. Auf Websites, die auf den Vergleich schneller und sicherer Internetverbindungen spezialisiert sind, können sich Unternehmen informieren:

  • für welches Unternehmen welcher VPN sinnvoll ist
  • welche geeigneten VPN-Anbieter es gibt
  • von welchen Stärken sie bei der Anschaffung profitieren
  • worauf sie besonders achten müssen
  • welche kostenfreien und kostenpflichtigen VPN erhältlich sind

Ein VPN optimiert in aller Regel den Datenschutz eines Unternehmens und hält Hacker von Angriffen ab. Um dies zu gewährleisten, sollte man aber nicht nur ein VPN besitzen, sondern weitere geeignete Maßnahmen ergreifen.

Virenscanner erhöhen die Unternehmenssicherheit
Die Systeme von Unternehmen lassen sich auch durch die Nutzung von Antivirenprogrammen (sie werden auch als Virenscanner oder Virenschutz-Programme bezeichnet, effektiv schützen. Bei einem Virenscanner handelt es sich um eine Software, die eingeschleuste Schadprogramme identifiziert und unschädlich macht. Zu den häufigsten Schadprogrammen gehören etwa:

  • Computerviren
  • Computerwürmer
  • Trojanische Pferde

Der Virenscanner durchforstet das gesamte Computersystem des Unternehmens und ist in der Lage schädliche Programme aufzuspüren und entweder zu blockieren oder gegebenenfalls gänzlich zu beseitigen. Damit solche Virenscanner, die es kostenfrei und auch als kostenpflichtige Software gibt, sorgfältig und effizient arbeiten, sind regelmäßige Updates notwendig. Denn Hacker entwickeln ihre Schadsoftware stetig weiter und versuchen so, neue Hintertüren zu nutzen. Dem wirken die Anbieter von Antiviren-Programmen dadurch entgegen, dass sie ihre Software ebenfalls permanent verbessern. Websites bieten Vergleiche von Sicherheits-Software an, sodass Unternehmen leichter den Virenscanner finden, der sich für ihr Unternehmen am ehesten eignet.

Zugangsberechtigungen als wirksamer Schutz
Vor allem Unternehmen mit Publikumsverkehr sind darauf angewiesen, den Besucherstrom in irgendeiner Weise zu lenken und auch zu kontrollieren. Wo früher der gute alte Pförtner für Ordnung sorgte und darauf achtete, dass kein Unberechtigter ins Gebäude gelangte, da arbeiten Unternehmen heute verstärkt mit digitalen Zugangsverfahren. So gibt es inzwischen digital basierte Berechtigungsverfahren wie z. B.:

  • Fingerprint
  • Digitale Schlüssel
  • Zugang mit Code
  • Zugangsfreigabe durch Sicherheitszentrale
  • Apps als Türöffner

Zusätzliche Sicherheit entsteht für das nutzende Unternehmen auch dadurch, dass die jeweiligen digitalen Zugangssysteme jede einzelne Aktivierung protokollieren. Dadurch ist jederzeit nachvollziehbar, wer zu welchem Zeitpunkt Zugang erhalten oder das Gebäude verlassen hat. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme sind natürlich Videoüberwachungen, die ebenfalls digital gespeichert werden und zu jedem Zeitpunkt abrufbar sind.

Schwachpunkte in der Unternehmenssicherheit finden
Um das eigene Unternehmen sicherer zu machen und sich effizient gegen unberechtigte Zugriffe zu wehren, ist es zunächst wichtig, die eigenen Schwachpunkte überhaupt zu kennen. Dazu kann man beispielsweise spezielle Dienstleister mit der Ermittlung solcher Schwachstellen beauftragen. Auch Zusammenschlüsse und Interessenvertretungen der Unternehmen bieten auf ihren Websites wichtige Hinweise zum Thema Schutz von Firmen an. Vor allem auf den Bereich der Cyberkriminalität wird hier verstärkt hingewiesen und es gibt wertvolle Tipps, wie ein Unternehmen sich gegen diese Form der Kriminalität schützen kann.

Hinweis: Es ist eine Tatsache, dass sich mit dem Fortschreiten der Digitalisierung für Unternehmen auch bestimmte Abhängigkeiten verstärken. Das gilt beispielsweise für die Bereiche Infrastruktur, Kommunikation, Energieversorgung oder Personal. Hier ist es allerdings wichtig zu wissen, dass es ebenso eine Realität ist, dass sich zeitgleich auch die Abhängigkeit von Schutztechnologien im selben Masse verstärkt. (zVg/mc/hfu)

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