CH-Eröffnung: Freundlicher Start in den Handelstag
Zürich – Die Schweizer Börse ist am Freitag etwas fester in den regulären Handel gestartet. Vor dem Wochenende übe man sich aber generell eher in Zurückhaltung, hiess es im Handel. Das begrenze die Kursaufschläge.
Das Handelsgeschehen bleibe weiterhin von den Hoffnungen auf ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten geprägt. Dies schürt auch die Erwartung, dass die Energiepreise nachhaltig von den erhöhten Niveaus der letzten Wochen sinken. Der Preis für ein Fass Brent liegt weiterhin knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar.
Für vorsichtigen Optimismus sorge die Vereinbarung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump haben die beiden Länder einer zehntägigen Waffenruhe zugestimmt. Dies könnte einen Stolperstein für ein Friedensabkommen im Nahen Osten beseitigen.
Die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges könnten am Wochenende weitergehen – nach den Worten von Trump zumindest. Experten weisen allerdings darauf hin, dass der Krieg noch nicht beendet sei – eine grosse Portion Hoffnung sei aber schon eingepreist.
Gegen 09.10 Uhr notiert der SMI mit 13’200,85 Punkten um 0,21 Prozent höher. Das Börsenbarometer steuert so auf ein minimales Wochenplus zu. Aktuell sind die Gewinner deutlich in der Überzahl. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewinnt 0,15 Prozent auf 3007,65 und der breite SPI 0,18 Prozent auf 18’558,58 Zähler.
Etwas mehr Risikobereitschaft lässt sich an den Kursgewinnen von Papieren wie Richemont (+1,0%) oder Sika (+0,9%) ablesen. Aber auch defensiven Valoren wie Roche und Swisscom (je +0,5%) liegen gut im Markt. Am anderen Ende stehen Alcon (-0,1%) und Amrize (-1,0%). Auch UBS (-0,1%) werden von der alles entscheidenden «Regulierungswoche» mit Vorsicht gehandelt.
Geberit notieren noch tiefer mit einem Abschlag um 1,2 Prozent oder um 6,60 Franken. Die Papiere werden allerdings mit einem Dividendenabschlag von 12,90 Franken gehandelt.
Unternehmensnachrichten sind am Berichtstag generell Mangelware. Dafür sorgen Analystenvoten für Bewegung. Bossard etwa (+3,9%) wurde mit einem neuen Rating «neutral» von der Verkaufsempfehlung der UBS befreit.
Dafür mussten die Aktien des Schokoladenherstellers Barry Callebaut, ausgelöst von einer am Vortag ausgesprochenen Prognosesenkung, bis dato drei Kurszielsenkungen über sich ergehen lassen und sinken um weitere 1,8 Prozent. Bereits am Donnerstag hatten die Aktien um mehr als 15 Prozent nachgegeben.
Centiel springen um 16 Prozent nach oben. Nach dem «Reverse-Merger» mit der konkursiten HT5 werden die Valoren nun erstmals als Anbieter von unterbrechungsfreier Stromversorgung gehandelt. (awp/mc/pg)