Devisen: Euro nach Berg- und Talfahrt zu Dollar und Franken wenig verändert

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(Pixabay)

Frankfurt – Der Euro hat sich am Freitagmittag nach einer kleinen Berg- und Talfahrt auf dem Stand des Vorabends gehalten. Im Mittagshandel kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,0850 US-Dollar. Am Morgen war sie zunächst bis auf 1,0879 Dollar gestiegen und danach bis auf 1,0812 Dollar gefallen.

Zum Franken fällt die Spanne allerdings deutlich schmaler aus. Aktuell geht der Euro zu 1,0513 Franken um und bewegt sich damit knapp oberhalb seines bisherigen Tagestiefs. In der Spitze hat er 1,0529 Franken gekostet. Der US-Dollar hat seine früheren Gewinne, die ihn kurzzeitig über die 0,97er Marke gehievt hatten, nicht halten und steht nun bei 0,9689 Franken wieder darunter.

Die insgesamt freundlichere Stimmung an den Märkten hat den Euro etwas stabilisiert, kommentieren Marktteilnehmer. Die Euphorie halte sich in Grenzen, erklärt Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank: „Vor allem dominieren derzeit die Sorgen, dass die bisherigen Hilfspakete der Regierungen und Notenbanken nicht ausreichen, um die Folgen des Virus-Lockdowns vollkommen abzufedern.“

Marktbeobachter verweisen darüber hinaus auf die Entspannung an den Anleihemärkten in Italien und Spanien. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat sich erneut für mehr Solidarität mit den besonders von der Corona-Krise betroffenen Ländern ausgesprochen. Die reicheren Länder hätten eine besondere Verantwortung. „Wir brauchen Finanztransfers und Solidarität, und sei es nur, damit Europa durchhält.“

Der chinesische Yuan ist zuletzt zum Dollar etwas gestiegen. In Folge der Corona-Pandemie ist Chinas Wirtschaft im ersten Quartal erstmals seit Jahrzehnten geschrumpft. Der Rückgang fiel zudem etwas stärker aus als von Experten erwartet – positiv überrascht haben dagegen Daten von der Industrie. Hier sank die Produktion im März nicht so stark wie befürchtet. (awp/mc/pg)

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