EU-Verlauf: Gewinne – China will Euro-Länder nachhaltig stützen

EU-Verlauf: Gewinne – China will Euro-Länder nachhaltig stützen

London – Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch auf erhöhtem Niveau stabilisiert. Die klare Erholung an der Wall Street im späten Vortageshandel, neu entfachter Optimismus in der Euro-Schuldenkrise sowie damit zusammenhängend, starke Vorgaben aus Asien hätten die Kurse beflügelt, hiess es im Markt. Der Eurostoxx 50 legte am Mittwoch um 0,81 Prozent auf 2.508,44 Punkte. In Paris kletterte der CAC-40-Index um 1,09 Prozent auf 3.412,42 Punkte und der britische FTSE 100 gewann 0,21 Prozent auf 5.012,03 Punkte.

Gestützt hätten Aussagen des chinesischen Notenbankchefs Zhou Xiaochuan, der ein anhaltendes finanzielles Engagement in Europa signalisiert hatte. Bereits am Vortag hatte Regierungschef Wen Jiabao «eine grössere Beteiligung» am Euro-Rettungsschirm erwogen. Die Devisenexperten der Commerzbank halten die positive Marktreaktion aber für übertrieben, denn es bestehe überhaupt nicht die Gefahr, dass EFSF-Anleihen nicht genügend Käufer finden könnten – mit oder ohne Chinas Hilfe. Positiv wirken sich Händlern zufolge aber auch die jüngsten Signale aus Athen aus: Offenbar will die griechische Regierung die geforderten, zusätzlichen Sparmassnahmen nun akzeptieren.

Im Branchenvergleich rangierten die Bankenwerte mit einem Plus des Sektorindex Stoxx Europe 600 Banks von 2,39 Prozent ganz oben im Kurstableau. Gut gefragt waren auch Automobil-Titel mit einem Plus von durchschnittlich 1,32 Prozent. Der Branchenindex Stoxx 600 Autos & Parts hatte in den vergangenen Tagen sein seit Jahresbeginn deutlich erhöhtes Niveau konsolidiert und könnte nun aus technischer Sicht einen neuen Aufwärtsimpuls schaffen, sagten Händler. Die nach Zahlen mit minus 1,46 Prozent nun deutlich zurück fallende Peugeot-Aktie beeindrucke den Sektor bisher kaum, sagten Händler.

Im Minus lag der Stoxx Europe 600 Healthcare vor allem wegen der britischen Pharmawerte AstraZeneca und GlaxoSmithKline, die mit Verlusten von 3,63 Prozent respektive 1,77 Prozent zu den schlechtesten Papieren im Stoxx-50-Index gehörten. BNP Paribas profitieren von besser als befürchtet ausgefallenen Geschäftszahlen und standen mit plus 5,80 Prozent an der EuroStoxx-50-Spitze. Im Kielwasser von BNP legten auch Societe Generale um 3,58 Prozent überdurchschnittlich zu. (awp/mc/ps)

Euronext

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