Aktienfokus: Swiss Re operativ hinter den Erwartungen

Operativ blieb Swiss Re hinter den Erwartungen zurück. Auf positive Resonanz stösst am Markt dagegen die Kapitalstärke der Gesellschaft. Swiss Re notieren um 9.45 Uhr 2,3% tiefer auf 47,84 CHF. Das bisherige Tagestief lag bei 47,15 CHF, das Höchst bei 48,99 CHF. Der SMI steht zur Berichtszeit 0,1% im Minus.

Quartalsgewinn deutlich über den Schätzungen
Mit 812 Mio USD kam der Quartalsgewinn deutlich über den Schätzungen der Analysten zu liegen. Die Experten zeigen sich in ihren ersten Kommentaren denn auch vom hohen Reingewinn positiv überrascht. So spricht Cheuvreux stellvertretend von einem „sehr starken“ Nettogewinn. Allerdings wird unisono auf die hohen Einmalfaktoren hingewiesen, welche zu diesem Resultat geführt haben. Bei diesen Einmaleffekten handelt es sich insbesondere um 0,5 Mrd USD an realisierten Gewinnen auf Währungen und Trading Assets, welche alle auf Gruppenebene gebucht wurden.

Operativ eher schwach
Von der eigentlichen operativen Leistung der Swiss Re im zweiten Quartal zeigen sich die Analysten weniger angetan. „Operativ eher schwach“, titelt denn auch die ZKB. Auch für die Bank Vontobel präsentiert sich das zugrundeliegende operative Ergebnis nicht grossartig, weder im Leben- noch im Nicht-Leben Geschäft.

Vom rückläufigen Prämienvolumen enttäuscht
Sowohl Goldman Sachs wie auch die ZKB verweisen auf die mit 102% deutlich über den Erwartungen ausgefallene Combined Ratio. Vontobel zeigt sich zudem vom rückläufigen Prämienvolumen enttäuscht.

Gestiegenes Eigenkapital
Positiv kommentiert wird von den Analysten dagegen das gestiegene Eigenkapital. Mit 27,5 Mrd USD ist die Swiss Re besser kapitalisiert, als dies im Vorfeld erwartet wurde. Für die ZKB gefällt am heute veröffentlichten Resultat denn auch vor allem die Bilanzstärke sowie die Rendite auf den Kapitalanlagen.

Bewertungsabschlag nicht gerechtfertigt
Sowohl für Cheuvreux wie auch für die ZKB ist der gegenwärtige Bewertungsabschlag der Swiss Re-Titel von rund 40% im Vergleich zu ihren Konkurrenten nicht gerechtfertigt. Cheuvreux bekräftigt das „Outperform „Rating und die ZKB bleibt bei „Übergewichten“. Etwas zurückhaltender ist die Bank Vontobel, welche die Aktien mit „Hold“ bewertet. (awp/mc/gh/16)

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