Auch NYSE-Aktionäre für Fusion mit Euronext

99,7 Prozent der anwesenden Anteilseigner hätten das Vorhaben gebilligt, teilte die NYSE Group in New York mit. Im Auftaktquartal 2007 soll die 14,3 Milliarden Euro teure Verschmelzung zur ersten transatlantischen Wertpapierbörse erfolgen, sofern die zuständigen Behörden zustimmen.


Weitere Expansion nach Asien
NYSE-Chef John Thain äugt nicht nur nach Europa, sondern auch nach Asien. Die Integration der Euronext stehe zwar an erster Stelle. Thain bekräftigte jedoch erneut das Interesse, vom Wachstum Asiens profitieren zu wollen, indem die NYSE dort ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem der dortigen Hauptbörsenbetreiber gründet. «Japan, China und Indien sind ein logischer Platz für eine weitere Transaktion», sagte Thain.


Einverständnis der Behörden steht noch aus
Am Dienstag hatten die Aktionäre der europäischen Fünfländerbörse Euronext grünes Licht für den Zusammenschluss mit der NYSE gegeben. Nun müssen die europäischen Kartellwächter das niederländische Finanzministerium, die zuständigen französischen Behörden sowie die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) ihr Einverständnis erklären.


Weiterer Deal mit der Borsa Italiana?
D er fusionierte Börsenbetreiber NYSE Euronext hat noch einen weiteren möglichen Deal offen, und zwar mit der Borsa Italiana. Vor einiger Zeit hatte die Euronext – die Betreiberin der Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon – Gespräche mit dem italienischen Konkurrenten aufgenommen. Borsa Italiana solle an der Verschmelzung teilhaben. Beide Seiten hatten keine Einigung erzielt, aber NYSE-Chef Thain betonte, dass NYSE Euronext «mehr als glücklich» wäre, wieder mit den Italienern zu sprechen. (awp/mc/pg)

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