Bosch: Weiterer Stellenabbau nach dramatischem Gewinneinbruch

«Leider ist absehbar, dass sich diese Zahl im weiteren Jahresverlauf noch wesentlich erhöhen wird», sagte Fehrenbach. Auch in Deutschland «wird unser Personalstand tendenziell sinken.» Für 93.000 Mitarbeiter weltweit hat der Konzern ausserdem die Arbeitszeit verkürzt.


«Wir sparen in allen Bereichen»
2009 sieht sich der Autozulieferer und Technologiekonzern in einem der schwierigsten Jahre der Unternehmensgeschichte. «Wir sparen in allen Bereichen und auch allen Ebenen, aber nicht bei unseren wichtigsten Zukunftsausgaben», sagte Fehrenbach. Die Erlöse werden im laufenden Jahr voraussichtlich «sehr deutlich» sinken, sagte der Bosch-Chef. «Der Umsatz ging im ersten Quartal in einem Masse zurück, wie wir das seit vielen Jahrzehnten nicht erlebt haben.» Besonders stark betroffen sei die Kraftfahrzeugtechnik, mit der der Konzern knapp 60 Prozent seines Umsatzes macht.


Tiefpunkt erreicht
«Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass die ersten drei Monate dieses Jahres den Tiefpunkt markieren und die nächsten Quartale nicht mehr ganz so negativ ausfallen werden», sagte Fehrenbach. Im zweiten Halbjahr werde es voraussichtlich erste Ansätze einer Stabilisierung geben.


32’000 Mitarbeiter in Deutchland auf Kurzarbeit
In Deutschland hat Bosch wegen der Krise für 32.000 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet, bei 26 000 Beschäftigten wurde die Wochenarbeitszeit um bis zu fünf Stunden verkürzt. «Wir wollen unsere Kernmannschaft so weit wie möglich halten, wo es allein um konjunkturelle Beschäftigungsschwankungen geht», sagte Fehrenbach. «Gleichzeitig aber gilt: Wir dürfen ohnehin anstehende strukturelle Anpassungen nicht hinauszögern, die sich aus einer bereits länger anhaltenden Verlustlage oder aus absehbaren Überkapazitäten ergeben.» Weltweit beschäftigte Bosch zum Jahresbeginn knapp 282.000 Menschen.


EBIT um über 50 Prozent eingebrochen
Im vergangenen Jahr schrumpfte das operative Ergebnis um mehr als die Hälfte auf 1,5 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis brach um drei Viertel auf 942 Millionen Euro ein. Der Umsatz ging leicht um 2,6 Prozent auf 45,1 Milliarden Euro zurück. (awp/mc/ps/14) 

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