CH-Schluss: Leichter – Enttäuschende US-Konjunkturdaten belasten

Mit der Veröffentlichung des Index zum Verbrauchervertrauen in den USA rutschte der Aktienmarkt jedoch in die Verlustzone. Der vom Conference Board ermittelte Index war entgegen den Erwartungen von Volkswirten gesunken.


Der Swiss Market Index verlor um 0,73% auf 5’403,97 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank 0,61% auf 810,67 Punkte und der SPI gab um 0,56% auf 4’662,64 Punkte ab.


Die Banken gaben einen Grossteil der Gewinne am Nachmittag ab, CS (+0,5%) schlossen zwar noch in positivem Terrain, UBS (-0,3%) rutschten jedoch ins Minus. Zwar steht bei der UBS der Gerichtstermin zur Herausgabe von Kundendaten erst in zwei Wochen an, bereits für den Abend wurde aber von der US-Regierung dazu eine Stellungnahme erwartet.


Julius Bär verloren 3,0%. Die Aktionäre machten bei einer ausserordentlichen Generalversammlung den Weg frei für die Aufspaltung des Bankkonzerns.


Die Versicherungstitel ZFS (-2,4%), Baloise (-1,1%) und Swiss Re (-0,3%) konnten sich dem Abwärtstrend des Markts nicht entziehen.


Das Börsenschwergewicht Nestlé (-0,5%) gehörte zu den schwächeren Titeln. Nachdem Nestlé vor rund 10 Tagen ein Teigprodukt der Marke Toll House zurückgerufen hatte, weil es möglicherweise mit einer Coli-Bakterien-Infektion zahlreicher Patienten in Verbindung gebracht werden kann, haben nun FDA und Nestlé unabhängig voneinander mitgeteilt, dass in einem Fall in einem Produkt von Nestlé E-Coli-Bakterien gefunden wurden.


Mit die stärksten Verluste verbuchten OC Oerlikon (-1,8%), Richemont (-1,6%) und Logitech (-1,0%).


Kühne+Nagel (+1,3%) und Sonova (+1,8%) verbuchen dagegen Aufschläge. Lonza legten 1,4% zu. Alle Jahre wieder stellt sich nämlich Ende Juni die gleiche Frage: Wer darf per 21. September in den prestigeträchtigen Swiss Market Index (SMI) und wer fliegt raus? Als heissester Kandidat für die Aufnahme in die oberste Börsenliga gilt der Lifesciencekonzern Lonza. Dem Dentalimplantatehersteller Nobel Biocare (-0,6%) droht hingegen der Ausschluss.


Im breiten Markt schlugen redIT (-15,9%) und Dottikon (-7,3%) nach unten aus, COS (+18,1%) dagegen nach oben.


Santhera (-1,0%) profitierten über weite Strecken des Handels von guten Studienergebnissen mit dem Medikament Fipamezole sowie von optimistischen Aussagen des CEO Klaus Schollmeier gegenüber AWP. (awp/mc/gh/33)

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