Deutschland: Erneut Steuersünder-Daten angeboten

 „Wir nehmen das Schreiben ernst und prüfen, ob es legal verfügbare Daten sind und für Steuerermittlungen verwendet werden können.“ Nach Informationen von „Bild am Sonntag“ berichtet der Informant, dass er über Material von 250 Firmen verfüge, die bis zu 800 Millionen Euro am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen. Die Unternehmen seien zum grossen Teil in der Telekommunikations- und Immobilienbranche in Deutschland tätig.


Insider will Daten über „Testkunden“ liefern
Der Insider, der seinen Namen der Behörde vorerst nicht mitteilen will, gebe weiter an, dass er Firmennamen und Inhaber sowie deren Schweizer Bankkonten und Belege über deren Geldflüsse liefern könnte. Er sei bereit, zur Überprüfung seiner Angaben „einen Testkunden zu liefern“, schrieb „Bild am Sonntag“. Geld für seine Informationen soll der Insider für sein Wissen bisher noch nicht gefordert haben. Das Finanzministerium stehe mittlerweile mit ihm in Kontakt.


Prüfung dauert länger
Die Prüfung der Steuerhinterzieher-CD, die dem baden-württembergischen Finanzministerium angeboten wurde, wird längere Zeit in Anspruch nehmen. Ein Ministeriumssprecher sagte am Montag in Stuttgart, der Informant habe bislang noch keine Daten übermittelt. „Es kann auch sein, dass er gar nicht mehr reagiert.“  (awp/mc/ps/01) 

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