EU genehmigt Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria

Der erste Fall betraf den Erwerb der deutschen Hypo Real Estate AG durch den deutschen Finanzmarkt-Stabilisierungsfonds, teilte die Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.


Not-Verstaatlichung
Ende vergangenen Jahres hatte Österreich die Kärntner Hypo Alpe Adria Bank, die zuvor von der BayernLB kontrolliert wurde, mit einer Not-Verstaatlichung vor der drohenden Insolvenz bewahrt. Die Bank mit rund 130.000 Kunden in Österreich und einem besonders starken Engagement in Südosteuropa hatte eine Kapitalspritze von 1,5 Milliarden Euro erhalten, damit ihre Eigenkapitalquote die gesetzlichen acht Prozent erreicht. Ausserdem erhielt die Kärntner Bank von ihren Alteigentümern Liquidität in Höhe von 3,4 Milliarden Euro und von den vier grössten österreichischen Banken weitere 500 Millionen Euro.


Geringe Marktanteile
Die Hypo Alpe Adria war nach der Kommunalkredit bereits das zweite Finanzinstitut in Österreich, das vom Staat aufgefangen wurde. Die Kommission verwies darauf, dass nunmehr zwei heimische Banken vom österreichischen Finanzminister kontrolliert würden. Wettbewerbsbedenken gebe es keine, da beide Banken zusammen genommen weniger als 15 Prozent des Marktes ausmachten. (awp/mc/ps/27)

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