IC Cham steigert Reingewinn dank Sondereffekt

Der Reingewinn stieg deutlich auf 17,6 (11,9) Mio CHF, darin enthalten ist ein einmaliger Sondereffekt von 7,8 Mio CHF aus dem Verkauf von Kardex-Aktien, heisst es in einer Mitteilung von Donnerstag.


Dividende bleibt unverändert
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividenden-Auszahlung von unverändert 5,00 CHF pro Aktie. Weiter schlägt der Verwaltungsrat die Vernichtung von 61’400 Aktien vor, die sich gegenwärtig im Eigentum der Gesellschaft befänden.


EBIT-Prognosen nicht erreicht
Mit diesen Zahlen hat die Industrieholding Cham die Prognosen der beiden Analysten von Lombard Odier Darier Hentsch (LODH) und Vontobel beim EBIT nicht erreicht, beim Reingewinn dank des Sonderertrags aber übertroffen. LODH hat einen EBIT von 19,6 Mio CHF, Vontobel von 21,4 erwartet. Für den Reingewinn lag die Schätzung von LODH bei 9,6 Mio CHF, jene der Bank Vontobel bei 13,6 Mio CHF.


Margendruck wegen steigenden Rohstoff- und Energiepreisen
Das operative Ergebnis der Sparte Cham Paper Group war den Angaben zufolge von einem anhaltenden Margendruck geprägt, herrührend von steigenden Rohstoff- und Energiepreisen. Das Unternehmen habe sich zudem mit technischen Problemen im norwegischen Werk Hunsfos konfrontiert gesehen. Die im Immobilienbereich tätige Hammer Retex Gruppe habe hingegen ihre Marktstellung in der Region Zug weiter ausbauen können.


Umsatzplus von 2,9 Prozent erzielt
Bereits Mitte Februar wurden die Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2005 bekannt gegeben. Diese lagen um 3,4% tiefer als im Vorjahr bei 426,4 (441,3) Mio CHF. Bereinigt um den negativen Effekt des Ausstiegs der Cham Paper Group aus dem Tapetenrohrpapiergeschäft wurde ein Umsatzplus von 2,9% erzielt, wie es weiter hiess. Die Absatzmengen im fortgeführten Geschäft stiegen um 3%.


Steigerung trotz schwierigem Umfeld
Die Industrieholding Cham will im laufenden Jahr höhere Margen und einen verbesserten Betriebsgewinn erzielen. Dies, obwohl sie sich aufgrund der bereits weiter gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise mit einem ähnlich schwierigen Umfeld konfrontiert sehe, wie im vergangenen Jahr.


Kostensenkungen über gesamte Wertschöpfungskette
Um das Ziel trotzdem zu erreichen, sollen über die komplette Wertschöpfungskette weitere Kostensenkungen realisiert werden, wie es in einer Mitteilung von Donnerstag heisst. Entsprechende Projekte seien bereits eingeleitet worden. (awp/mc/ab)

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