Energiekonzern CKW erzielt wieder Jahresgewinn

Felix Graf
Felix Graf, ehemaliger CKW-CEO. (Foto: zvg)

Luzern – Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) haben es im Geschäftsjahr 2016/17 wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Das Unternehmen begründet dies mit einer guten operativen Leistung sowie Wachstum in neuen Geschäftsfeldern, in der Folge soll die Dividende erhöht werden. Das Marktumfeld bleibt allerdings schwierig.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte per Ende September 78,4 Mio CHF nach einem Verlust von 81,0 Mio. Das Unternehmensergebnis lag bei 66,7 Mio nach -69,7 Mio im Vorjahr, als es zu Wertanpassungen im Umfang von 200,3 Mio CHF auf Kraftwerke, Beteiligungen und Energiebeschaffungsverträge gekommen war.

Auch 2016/17 kam es wieder zu Wertberichtigungen – für den Produktionsausfall des Kernkraftwerks Leibstadt, Energiebeschaffungsverträge und regulatorische Risiken. Diese fielen mit 30,5 Mio CHF jedoch deutlich tiefer aus.

Die Transformation des Energiemarktes habe sich auch 2016/17 fortgesetzt, und die Gruppe habe deshalb in neue Geschäftsmodelle investiert, teilt CKW am Donnerstag mit. Gleichzeitig solle das Kerngeschäft weiter optimiert werden.

Stromabsatz sinkt um 14%
Anhaltend tiefe Energiepreise belasteten nach wie vor das Ergebnis: Trotz eines zuletzt positiven Trends lägen diese unter den Produktionskosten. Im Netz führte zudem der tiefere Kapitalkosten-Zinssatz (WACC) durch das UVEK zu einem um 6,3 Mio CHF tieferen Ergebnisbeitrag. Positiv sei hingegen eine nachträgliche Entschädigung von 13,5 Mio CHF für den Verkauf des Übertragungsnetzes an die nationale Netzgesellschaft Swissgrid gewesen.

Der Stromabsatz ging im Berichtsjahr um 14% auf 6’160 Mio Kilowattstunden zurück. Die Gesamtleistung konnte jedoch mit 847,2 Mio CHF in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden (846,3 Mio). Denn der Ertragsausfall wegen des Preiszerfalles konnte durch neue Dienstleistungen nachhaltig reduziert werden.

Insbesondere die Vermarktung von Kraftwerken am Systemdienstleistungsmarkt (Regelenergie bei Netzschwankungen) habe sich positiv entwickelt. Zum positiven Ergebnis trage ausserdem eine hohe Auslastung des Datacenter LuZ bei. Eine breite Kundenbasis aus Wirtschaft und öffentlicher Hand sei für die Nutzung des Service gewonnen worden. Auch das Segment Gebäudetechnik habe sich „in einem stark umkämpften Markt mit hohem Preisdruck behauptet“.

Gesundes Kapitalpolster
Mit Blick auf eine gesunde Eigenkapitalquote schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung am 26. Januar 2018 eine Dividendenzahlung von 3 CHF pro Aktie vor – nach 2 CHF im Vorjahr. Mit einer Eigenkapitalausstattung von 64,3% sei die Gesellschaft „für die kommenden Herausforderungen am Energiemarkt gut gerüstet“.

Die Centralschweizerische Kraftwerke AG ist Dienstleisterin für Energie, Daten und Infrastruktur in der Zentralschweiz, beschäftigt rund 1’700 Mitarbeiter und versorgt über 200’000 Endkunden in den Kantonen Luzern, Schwyz und Uri mit Strom. Die Aktien werden auf der Handelsplattform „eKMU-X“ der Zürcher Kantonalbank gehandelt.

Axpo ist mit 81% der Aktien Mehrheitsaktionärin. Die Muttergesellschaft berichtet in der kommenden Woche am Mittwoch über das abgelaufene Jahr. (awp/mc/pg)

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