Energiedienst steigert Stromabsatz und den Gewinn

Energiedienst steigert Stromabsatz und den Gewinn
Jörg Reichert, CEO Energiedienst Holding. (Foto: Energiedienst)

Laufenburg – Der deutsch-schweizerische Stromversorger Energiedienst hat 2020 mehr Strom abgesetzt und den Gewinn im Vergleich zu dem von Sondereffekten geprägten Vorjahr gesteigert. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende ausbezahlt erhalten.

Die Nettoerlöse der Gruppe sind im Berichtsjahr um 10 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro angestiegen, wie es in der Mitteilung vom Montag heisst. Dabei habe sich der Energieabsatz um 6,5 Prozent auf rund 9,2 Milliarden Kilowattstunden (kWH) erhöht.

Den Absatz steigern konnte Energiedienst im Bereich des übrigen Stromabsatzes, also im Handelsgeschäft, in den regulatorischen Geschäften sowie bei der Netznutzung. Dagegen sei der Stromabsatz mit Geschäftskunden während der Lockdowns gesunken.

Steigende Ergebnisse
Das Betriebsergebnis EBIT rückte indessen auf 38,9 Millionen Euro vor, nachdem 2019 wegen Rückstellungen zur Personalvorsorge sowie ausserordentlichen Abschreibungen noch ein Fehlbetrag von -4,6 Millionen Euro resultiert hatte. Anfang Februar hatte die Gruppe bereits mitgeteilt, dass der EBIT leicht unterhalb der Guidance von 41 Millionen zu liegen kommen dürfte.

Um nicht operative Effekte bereinigt stieg der EBIT um gut einen Fünftel auf 50,8 Millionen, wie es weiter heisst. Der Grund für diesen Anstieg sei die gute Wasserführung gewesen, gepaart mit höheren Grosshandelspreisen. Und auch die Ergebnisse im Photovoltaik-Geschäft hätten sich verbessert.

Unter dem Strich verblieb in der Rechnung von Energiedienst ein Gewinn von 43,6 Millionen Euro nach einem Plus von 9,8 Millionen im Jahr 2019. Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende erhalten: Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine unveränderte Ausschüttung von 0,75 Franken je Aktie vor.

Fokus auf Klimaneutralität
Mit Blick in die Zukunft will die Energiedienst-Gruppe im Rahmen der Strategie 2030 den Fokus auf Klimaneutralität und Infrastruktur forcieren. Die CO2-Emissionen sollen weiter reduziert werden, und zudem würden Privat- und Geschäftskunden dabei unterstützt, selbst klimaneutral zu werden, schreibt Energiedienst.

Gleichzeitig dürften die Auswirkungen der Corona-Pandemie weit bis ins laufende Jahr hineinreichen, das Marktumfeld bleibe von intensivem Wettbewerb geprägt und die Gruppe den politischen und regulatorischen Einflüssen ausgesetzt. Auch die Entwicklungen des Schweizer Frankens und des Kapitalmarktes seien entscheidend.

Insgesamt will Energiedienst im laufenden Jahr mindestens einen EBIT von 40 Millionen Euro erreichen. Grundvoraussetzung dafür sei eine durchschnittliche Wasserführung und ein stabiler Kapitalmarkt. (awp/mc/pg)

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