Groupe E mit tieferem Umsatz aber gehaltenem Gewinn

Groupe E mit tieferem Umsatz aber gehaltenem Gewinn
Dominique Gachoud, Generaldirektor Groupe E. (Foto: © Dominique Bersier / Groupe E)

Granges-Paccot – Der Freiburger Stromproduzent Groupe E hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn auf Vorjahreshöhe erzielt. Beim Umsatz musste das Unternehmen hingegen Einbussen hinnehmen. Das Wachstum von Tätigkeiten ausserhalb des Bereichs Elektrizität habe die Auswirkungen sinkender Stromtarife nur „teilweise ausgleichen“ können.

Konkret kam der Nettoumsatz bei einem Wert von 686 Mio Franken zu liegen – nach 704 Millionen im Vorjahr, als erstmals die 700 Millionen-Marke geknackt werden konnte. Der Rückgang erklärt sich zum grossen Teil durch die sinkenden Erträge aus dem Stromtransport, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt.

EBIT knapp halbiert
Die Einbussen bei den Stromtarifen sowie Abschreibungen von Anlagen wirken sich auch direkt auf das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT aus. Dieses geht deutlich zurück auf 59 Millionen Franken von 106 Millionen Franken im Jahr 2016. Um Sondereffekte bereinigt betrug das EBIT 74 Millionen gegenüber 86 Millionen Franken im Vorjahr.

Zufrieden ist das Unternehmen dafür mit den Dienstleistungen. Diese verzeichnen ein „erfreuliches Wachstum“ von 2,7 Prozent, ebenso wie der Bereich Wärme, der um 6,1 Prozent gewachsen ist. Die Produktion der Kraftwerke der Groupe E stieg derweil um 5,8 Prozent auf 1’329 Gigawattstunden. Die Zunahme beruhe auf der der Erhöhung der Beteiligung an den Gommerkraftwerken (GKW) und der hohen Auslastung des Gaskombikraftwerks Timelkam (Österreich) auf Ersuchen deutscher österreichischer Transportnetzbetreiber.

Unter dem Strich betrug der konsolidierte Nettogewinn – trotz tieferem Umsatz – wie schon im Vorjahr 112 Millionen Franken. Dabei wirkte sich vor allem die Neubewertung einer Beteiligung an der BKW, die einen Gewinn von 66 Millionen Franken generierte, positiv auf das Resultat aus.

Der Cashflow legte im Vergleich zum Vorjahr um 22,6 Prozent auf 168 Millionen Franken zu. Dies ermögliche dem Unternehmen die Finanzierung von Investitionen in Höhe von 100 Millionen Franken für den Unterhalt der bestehenden Infrastrukturen zur Energieproduktion und Energieverteilung sowie für die Weiterentwicklung der Aktivitäten der Gruppe, heisst es.

Auch 2018 stabile Ergebnisse erwartet
Mit Blick in die Zukunft schreibt die Gruppe, dass die niedrigen Preise im Strommarkt voraussichtlich weiter die Margen von Groupe E in ihren angestammten Tätigkeitsfeldern schmälern würden. Trotzdem rechne die Gruppe für das Jahr 2018 mit stabilen Ergebnissen, das heisst mit einem Umsatz in der Grössenordnung von 700 Millionen Franken und einem Nettogewinn von rund 80 Millionen Franken. (awp/mc/ps)

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