Knapp 38’000 neue Corona-Infektionen – Booster für 12 bis 15-Jährige

Coronatest
(Unsplash)

Bern – In der Schweiz und in Liechtenstein hat das BAG 37’992 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 30’409. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 29’574, vor einer Woche bei 26’167.

Zudem wurden 138 neue Spitaleinweisungen und 22 neue Todesfälle gemeldet. Aktuell werden 1776 Personen wegen Covid-19 in einem Spital behandelt, gleichviel wie in der Vorwoche. Aktuell befinden sich 240 Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung, 8 Prozent weniger im Vergleich zur Vorwoche. Die Intensivbetten in den Spitälern sind zu 78 Prozent ausgelastet, 28 Prozent der Intensivbetten sind von Covid-19-Erkrankten belegt.

BAG empfiehlt Booster für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren
Neu empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Jugendlichen von 12 bis 15 Jahren die Auffrischungsimpfung, wenn diese den Schutz vor einer milden Infektion erhöht und das Risiko der Virusübertragung auf enge Kontakte reduziert werden soll. Falls bei Jugendlichen nach der zweiten Impfdosis eine Infektion vier Monate oder später nach Abschluss der Grundimmunisierung auftrat, wird keine Auffrischungsimpfung empfohlen, wie das BAG am Freitag in seiner Empfehlung festhielt. In diesem Fall zähle die Infektion als Booster.

Für die Auffrischungsimpfung der Jugendlichen werde der mRNA-Impfstoff von Pfizer/Biontech frühestens vier Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung empfohlen.

Bei 12- bis 15-Jährigen ohne einschränkende chronische Erkrankung erfolge die Auffrischungsimpfung ausserhalb der Zulassung durch Swissmedic. Beim Abstand von weniger als sechs Monate zur Grundimmunisierung handle es sich um eine off-label-Anwendung. Es stünden aktuell nur sehr begrenzt Daten zur Sicherheit einer Auffrischungsimpfung mit dem mRNA-Impfstoff von Pfizer/Biontech in dieser Altersgruppe zur Verfügung.

Zudem sei die Wirksamkeit von zwei wie drei Impfdosen von Pfizer/Biontech gegen eine Infektion mit der Omikron-Variante bei 12 bis 15-Jährigen unbekannt. Man nehme an, dass er Schutz vor einer Omikron-Infektion vier Monate nach der zweiten Dosis im Vergleich zur Delta-Variante ebenfalls stärker abnehme und dass eine Auffrischungsimpfung diesen Schutz kurzfristig erhöhen könne.

Die Häufigkeit von seltenen schweren unerwünschten Impferscheinungen nach einer dritten Dosis sei unbekannt, so das BAG weiter. Neue Erkenntnisse aus Beobachtungsstudien würden eng verfolgt, insbesondere zu Myokarditis (Herzmuskelentzündung).

Auch für Schwangere
Weiter empfiehlt das BAG eine Auffrischungsimpfung auch in der Schwangerschaft ab dem 2. Trimenon und der Stillzeit, auch wenn die Verfügbarkeit von Daten für diese Indikation angesichts der sehr kurzen Beobachtungszeit beschränkt sei. (awp/mc/pg)

(awp/mc/pg)

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