Schweiz. Gewerbeverband: Inhaberaktien – Bundesrat wortbrüchig

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)
sgv-Direktor und FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Bern – Stellungnahme des Schweizerischen Gewerbeverbandes: «Der Bundesrat will die Inhaberaktien abschaffen. Vor vier Jahren wurden alle Inhaber-Aktiengesellschaften gezwungen, sich in Register einzutragen und administrative Änderungen vorzunehmen. Damals hiess es, mit diesen Massnahmen sind die Inhaberaktien nachhaltig gesichert. Der Bundesrat bezeugt nun das genaue Gegenteil: Ausser Spesen nichts gewesen.

Die Vorschriften für Inhaberaktien wurden erst vor Kurzem verschärft. Im Jahr 2014 entwickelte das Parlament eine Vorlage, die mindestens den Inhaberaktien-AG eine Existenz sicherte. Die Inhaber-Aktiengesellschaften mussten darauf hin Anpassungen für mehrere tausend Franken pro Unternehmen vornehmen.

Nun widerspricht der Bundesrat dem Parlamentsentscheid und macht alle von den Firmen getätigten Ausgaben obsolet. «Das waren im wahrsten Sinne des Wortes unnötige, unnütze und teure Regulierungskosten. Diese Last tragen alleine die KMU», stellt sgv-Direktor und Nationalrat Hans-Ulrich Bigler fest. Als grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft setzt sich der sgv für die freie Wahl der Unternehmensform und für die Beibehaltung der Inhaberaktiengesellschaften ein.

Als grösste Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft vertritt der Schweizerische Gewerbeverband sgv über 230 Verbände und gegen 500 000 KMU, was einem Anteil von 99,8 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz entspricht.»

sgv

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