Schweizer Online-Konsum legt 2017 um 10% zu

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Zürich – Im letzten Jahr kauften Schweizer Konsumenten für insgesamt 8,6 Mrd CHF Waren und Güter über das Internet ein. Das entspricht einem Anstieg von 10% gegenüber 2016. Besonders beliebt waren erneut Artikel aus dem Bereich Heimelektronik und Kleidung, wie eine Erhebung des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag des Verbands des Schweizerischen Versandhandels (VSV) ergibt.

Die in Zusammenarbeit mit der Post entstandene Untersuchung zeigt zudem, dass die Verlagerung des stationären Handels hin zum Online-Handel weitergeht. Ausserdem gewinne der grenzüberschreitende Online-Handel massiv an Bedeutung, wie der VSV am Dienstag mitteilt.

Auslandimporte verdreifacht
Die Online-Auslandseinkäufe nahmen im Jahr 2017 um stolze 23% zu. Im Langzeitvergleich von 2010 bis 2017 gaben Schweizer Konsumenten insgesamt 3,5 Mrd CHF mehr im Online-Versandhandel aus, wobei knapp ein Drittel dieses Wachstums ins Ausland fliesst. Damit hätten sich die Online-Einkäufe im Ausland seit 2011 verdreifacht, heisst es weiter.

Im Ausblick bis in das Jahr 2020 rechnet der VSV damit, dass Online-Auslandeinkäufe weiterhin überproportional wachsen. Die seit 2015 anhaltende Welle an Direktimporten aus China in die Schweiz werde sich fortsetzen und zusätzlichen Preisdruck im Markt erzeugen.

Allgemein dürfte der Wettbewerbsdruck unter Lieferdiensten weiter zunehmen. Der hohe Preisdruck im Markt führt laut des Verbands zudem zur Angleichung der Preise bei vergleichbaren Gütern. Daher seien Unternehmen wie die Post gezwungen, sich mit anderen Leistungen von der Konkurrenz abzuheben. (awp/mc/ps)

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