Valora passt Gruppenstruktur an – Abbau von mindestens 30 Stellen

Michael Mueller
Valora-CEO Michael Mueller. (Foto: Valora/Flickr)

Muttenz – Valora passt im kommenden Jahr die Gruppenstruktur an. Neu wird der Kioskkonzern aus den beiden Divisionen „Retail“ und „Food Service“ sowie dem konzernweiten Bereich „Shared Services“ bestehen. Im Rahmen der Reorganisation fallen bis Ende 2019 mindestens 30 Stellen weg.

Die Leitung des Bereichs Retail, der neu das gesamte Retailgeschäft in der Schweiz, Deutschland, Luxemburg und Österreich umfasst, wird per 1. Januar 2019 Roger Vogt übernehmen. Der bisherige Verantwortliche der Einheit „Retail Schweiz“ werde auch Einsitz in die Geschäftsleitung nehmen, wie der Kioskkonzern am Montag mitteilte. Die Division Food Services soll weiterhin von Thomas Eisele geleitet werden. Den Bereich „Shared Services“, der u.a. digitale Dienstleistungen, Human Resources, Finance und Datenanalyse umfasst, wird Gruppen-CEO Michael Mueller direkt verantworten.

Weitere Änderungen im Management
Die Division „Food Service“ wird neu in zwei Ländergesellschaften Schweiz und Deutschland sowie in eine Grosshandelsgesellschaft unterteilt. Dabei sollen unter anderem die Produktionswerke für Brezel in Deutschland und den USA zusammengelegt werden, hiess es weiter. Die drei Bereichsleiter Seb Gooding, Karl Brauckmann und Michel Gruber sollen neu in der erweiterten Konzernleitung der Valora Gruppe Einsitz nehmen.

Mit der Umstrukturierung werde der zunehmenden Internationalisierung der Gruppe in den vergangenen Jahren Rechnung getragen, so die Mitteilung weiter. Ausserdem soll die Realisierung der Synergien aus der Backwerk-Übernahme unterstützt werden. Valora hatte den Selbstbedienungs-Bäcker im Herbst 2017 für 190 Millionen Euro übernommen.

Aktie im Minus
Bis Handelsschluss verloren die Aktien im Rahmen des festeren Gesamtmarktes um 0,7 Prozent auf 238 Franken, nachdem die Titel am Vormittag noch im Plus notiert hatten. Die Bank Vontobel begrüsst in einem Kommentar die Änderungen in der Organisation. Die Gruppe werde damit effizienter und agiler, was angesichts des intensiven Wettbewerbs auch notwendig sei, schreibt der zuständige Experte. (awp/mc/ps)

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