Bayer Co.Lab Connect Basel: So kann Schweizer Forschung zu neuen Therapien führen

Bayer Co.Lab Connect Basel: So kann Schweizer Forschung zu neuen Therapien führen
Jürgen Eckhardt, M.D., Leiter Business Development & Licensing bei Bayer Pharmaceuticals (Bild: Bayer, Moneycab)

Basel – Wie wird aus einer im Labor entwickelten Idee eine neue medizinische Innovation? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung von Bayer Co.Lab Connect Basel. Thematisiert wurde bei der Veranstaltung die Unterstützung, die junge Life-Science-Unternehmen benötigen, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem anwendbaren Produkt weiterzuentwickeln, nämlich durch Zugang zu Kapital, unternehmerische Erfahrung, rechtliche und regulatorische Orientierungshilfe und tragfähige internationale Netzwerke.

Genau hier kann Bayer Co.Lab Connect Basel als Katalysator wirken.

Vom wissenschaftlichen Erfolg zu einer potenziellen Therapie

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Jürgen Eckhardt, M.D., Leiter Business Development & Licensing bei Bayer Pharmaceuticals, und Xi Zhang, Gründerin & CEO von Superlab Suisse. In ihrer Diskussion ging es darum, wie echter Fortschritt und sinnvolle Innovationen geschaffen werden, wenn Menschen, Perspektiven und Ideen über Grenzen hinweg verknüpft werden – Menschen, die von Beharrlichkeit, Courage und dem Willen, neue Wege zu erkunden, angetrieben werden.

«Am Anfang steht Spitzenforschung. Aber um Patienten und Patientinnen mit neuen Therapien zu versorgen, braucht es Zusammenarbeit, Know-how und den Mut, die Grenzen des Labors hinter sich zu lassen», so Jürgen Eckhardt, M.D., Leiter Business Development & Licensing bei Bayer Pharmaceuticals. «Bayer Co.Lab Connect Basel wurde konzipiert, um Schweizer Biotech-Innovatoren das frühzeitige Knüpfen solch entscheidender Kontakte zu ermöglichen und die Entwicklung von Behandlungen mit dem Potenzial, Kranken zu helfen, zu beschleunigen.»

«Superlab Suisse hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schwelle für wissenschaftliches Unternehmertum zu senken. Dazu werden Startups bezugsfertige Laborräumlichkeiten zur Verfügung gestellt, sie erhalten betriebliche Unterstützung, Zugang zu zuverlässigen Lieferanten und es werden Kontakte zu Investoren hergestellt, die ihnen dabei helfen, den Weg von der Entdeckung bis zur Marktreife zu beschleunigen», erläuterte Xi Zhang, Gründerin & CEO von Superlab Suisse. «Die Zusammenarbeit mit Bayer Co.Lab Connect trägt dazu bei, Basel weiter als Life-Science-Hub auszubauen und gewährt jungen Unternehmen einen leichteren Zugang zu einem internationalen Netzwerk.»

Die anschliessende Podiumsdiskussion «Taking Biotech Innovation Global» ging der Frage nach, wie junge Biotech-Unternehmen international wachsen können – von Finanzierung und Unternehmensaufbau bis hin zu strategischen Partnerschaften mit der Industrie. Die Veranstaltung bot praktische Perspektiven zu Unternehmensbildung, grenzüberschreitendem Wachstum und strategischen Partnerschaften – begleitet von Experten von Qiming U.S., Goodwin, WuXi AppTec und Bayer. Die Diskussion liess ausserdem einen Paradigmenwechsel auf breiterer Basis im Bereich Biotech erkennen: Fundierte Wissenschaft bleibt essenziell. Doch um sich global zu behaupten, brauchen Schweizer Start-ups zunehmend die nötigen Kompetenzen, Netzwerke und Partnerschaften.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms war das Gespräch mit Greg Verdine, PhD, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Chemischen Biologie, emeritierter Professor an der Harvard University und Seriengründer. In seinem Beitrag ging es darum, wie Entdeckungen aus der akademischen Forschung in neue Therapieansätze umgesetzt werden können – und warum die Kollaboration zwischen Universitäten, Startups, Investoren und eingesessenen Unternehmen eine so wichtige Rolle spielt.

Zwei Auszeichnungen für die nächste Generation Schweizer Biotech-Innovationen

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zwei vielversprechende Startup-Unternehmen für ihre bahnbrechenden Ideen ausgezeichnet: eines mit dem Superpass Award und eines mit dem Superpass-Rising Stars Award. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils CHF 50’000 dotiert. Damit soll die Weiterentwicklung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte dieser Unternehmen gefördert werden.

  • Der Superpass Award ging an TECregen AG. Das Unternehmen entwickelt Therapien der nächsten Generation, die gezielt im Gewebe und funktionell selektiv wirken und den Thymus regenerieren sollen.
  • Der Superpass-Rising Stars Award ging an ImmunoSTEM. Das Unternehmen entwickelt eine neuartige Therapie, die die Erholung nach einem Herzinfarkt verbessern soll, indem sie gezielt zentrale Mechanismen adressiert, die den langfristigen Krankheitsverlauf beeinflussen.

NXI Therapeutics: Schweizer Innovation auf dem Weg zur nächsten Entwicklungsstufe

2025 wurde NXI Therapeutics als erster Gewinner für das Programm Bayer Co.Lab Connect Basel ausgewählt. Das Unternehmen steht beispielhaft für das wissenschaftliche Gewicht und das internationale Potenzial von Life-Science-Startups in der Schweiz.

«Bayer Co.Lab Connect Basel hat NXI Therapeutics darin unterstützt, seine Sichtbarkeit zu steigern, wertvolle Erkenntnisse von Experten zu gewinnen, wichtige Meilensteine der Entwicklung zu definieren und tragfähige Kontakte zu internationalen Risikokapitalgebern zu knüpfen», erklärte Ruben Herrendorff, PhD, CEO von NXI Therapeutics. «Über das Programm wurde darüber hinaus der Kontakt zu Superlab Suisse vermittelt, wo NXI Therapeutics heute seinen Sitz hat. Für Schweizer Biotech-Startups spielt diese Art von Unterstützung eine zunehmend wichtige Rolle. Herausragende Wissenschaft ist unverzichtbar. Aber für den Erfolg braucht es heutzutage auch die Fähigkeit, sich in einem globalen, hochgradig wettbewerbsorientierten und investitionsgetriebenen Ökosystem zurecht zu finden.»

NXI Therapeutics entwickelt neuartige, selektiv wirkende Immunsuppressiva. Diese sollen gezielt jene T-Zell-Immunantworten beeinflussen, die bei Autoimmunerkrankungen und Transplantatabstossungen eine zentrale Rolle spielen, während die allgemeine Immunkompetenz erhalten bleibt. Das Unternehmen hat kürzlich eine wichtige Finanzierungsrunde unter Beteiligung von weltweit führenden Risikokapitalgesellschaften abgeschlossen. (Bayer/mc/hfu)


Über Bayer Co.Lab
Bayer Co.Lab ist ein wegweisendes globales Netzwerk von Life-Science-Inkubatoren, das sich auf disruptive Innovationen und wissenschaftliche Durchbrüche konzentriert. Mit strategischen Standorten weltweit – in Berlin (Deutschland), Cambridge (USA), Kobe und Tokio (Japan), Shanghai und Peking (China), Seoul (Südkorea) und Basel (Schweiz) – verbindet Bayer Co.Lab GründerInnen und junge Unternehmen in einer frühen Entwicklungsphase mit erstklassigem Know-how, Ressourcen und globalen Netzwerken, ohne daran geknüpfte Bedingungen oder Gegenleistungen. Bayer Co.Lab unterstützt visionäre Startups mit modernsten Einrichtungen, fachkundigen Mentoren und einer lebendigen Community, in der sie bahnbrechende Ideen in effektive Lösungen für die Gesundheit umsetzen können. Weitere Informationen finden Sie unter https://colab.bayer.com/.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Getreu seiner Mission «Health for all, Hunger for none» möchte das Unternehmen mit seinen Produkten und Dienstleistungen Menschen nützen und die Umwelt schonen – indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern mit rund 88‘000 Beschäftigten einen Umsatz von 45,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 5,8 Milliarden Euro.
 
In der Schweiz ist Bayer mit den drei Landesgesellschaften Bayer (Schweiz) AG, Bayer Consumer Care AG und Bayer CropScience Schweiz AG in den Kantonen Zürich, Basel und Basel-Landschaft vertreten. Insgesamt beschäftigt Bayer in der Schweiz rund 1’360 Mitarbeitende. Weitere Informationen finden Sie unter www.bayer.ch .

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