Neue Flash-Sale-Plattform O!deal startet am 21. November

Neue Flash-Sale-Plattform O!deal startet am 21. November
O!deal Gründer Laurent David (Bild: Linkedin, Moneycab)

Nyon – O!deal ist eine neue Schweizer Flash-Sale-Plattform, die in vier Sprachen verfügbar ist. Für Marken ist die Schweiz oft ein geschlossener Kreis: Verkäufe erfordern Werbung, und Werbung erfordert Verkäufe. Unabhängig von ihrer Grösse können Marken ihre Angebote auf O!deal ohne Gebühren oder Provisionen einreichen. Die Plattform kauft die akzeptierten Produkte ein, verkauft sie über einen Zeitraum von einem bis sieben Tagen und kümmert sich um die Lieferung und den Kundenservice.

Marken versenden nur das, was verkauft wird. Das am 12. Oktober gestartete Lieferantenportal füllt sich rasch.

O!deal ist eine neue Schweizer Flash-Sale-Plattform, die auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch verfügbar ist. Wie Gründer Laurent David gegenüber Startupticker.ch erklärt, zeigt die Plattform jeweils rund 15 Angebote an, eines pro Kategorie, wobei jeder Verkauf ein bis sieben Tage dauert. Jeder Preis wird vor der Veröffentlichung mit den Preisen auf dem Schweizer Markt abgeglichen: Wenn der Rabatt nicht stimmt, wird das Angebot nicht online gestellt.

Was O!deal auszeichnet, spielt sich vor allem hinter den Kulissen ab. „Wir haben die gesamte Plattform von Anfang bis Ende intern aufgebaut und dabei einen ‚Automation-First‘-Ansatz verfolgt. Jeder algorithmische Baustein wurde einzeln entworfen und verfeinert: Marken-Onboarding, Angebotsvalidierung, Preisüberprüfungen, Compliance, Logistik, Kundendienst. Der Prozess für Anbieter ist vollständig digitalisiert, sodass Marken völlig eigenständig arbeiten können, denn sie sind am besten in der Lage, über ihre Produkte zu sprechen. Die Prüfungen laufen in einer logischen Abfolge ab: Wenn etwas nicht in Frage kommt, erfährt die Marke dies sofort, bevor sie Zeit mit Details verschwendet. Unsere Arbeitsabläufe stützen sich auf moderne Tools, darunter KI, wobei die endgültige Entscheidung durch eine menschliche Überprüfung getroffen wird“, erklärt Laurent David.

Das Ergebnis ist eine Plattform, die von Grund auf skalierbar ist. Das Volumen an Angeboten, Bestellungen und Kundenanfragen kann stark ansteigen, ohne dass die Kosten von O!deal derselben Kurve folgen. Dank dieser operativen Hebelwirkung kann die Plattform kleine Marken ebenso problemlos aufnehmen wie grosse Namen. Auf der Kundenseite ist die Logistik automatisiert, sodass O!deal genaue Lieferzeiten ankündigen und eine zuverlässige Sendungsverfolgung anbieten kann. Der Kundendienst wertet die Informationen zu jedem verkauften Produkt eingehend aus, um die meisten Probleme schnell zu lösen.

Was das Geschäftsmodell angeht, so ist O!deal der Händler, erklärt Laurent David: „Jedes von uns verkaufte Produkt wird von uns gekauft, von uns geliefert, und wenn etwas schiefgeht, sind wir diejenigen, an die sich der Kunde wendet. Marken zahlen keine Gebühren, kein Abonnement und keine Provision; unser Umsatz ergibt sich aus der Marge auf das, was wir verkaufen. Und da jeder Verkauf eine zeitlich begrenzte Aktion ist, haben wir keine ungenutzten Lagerbestände: Das Modell bleibt kapitalarm, ohne jemals an Engagement einzubüssen. Ausserdem betreiben wir O!mag, ein redaktionelles Magazin, das Produkte ausfindig macht und testet – auch solche, die wir nicht verkaufen.“

Unterstützt von einer wachsenden Gemeinschaft von Testern

Die Plattform kann auf cO!lab zählen, ihre schnell wachsende Community aus Schweizer Testern mit fast 240’000 Followern. Für Marken ist dies ein wertvolles Kapital: ein Netzwerk von Enthusiasten, das Schweizer Käufer erreicht, ohne auf Werbung zurückgreifen zu müssen. Das Unternehmen bringt sie miteinander in Kontakt, um Produkte zu testen, die auf O!deal verkauft werden könnten – oft noch vor dem Verkaufsstart –, und sie veröffentlichen eine ehrliche Bewertung darüber, was gut funktioniert, was weniger gut funktioniert und für wen das Produkt geeignet ist. Der Verkauf auf O!deal garantiert keine gute Bewertung. Nur eine Auswahl der Produkte wird getestet.

Auch hier verläuft der gesamte Prozess digital: die Veröffentlichung der zu testenden Produkte, die Auswahl der Tester und deren Vermittlung an Marken – und das bei nahezu null Betriebskosten. Für die Tester der Plattform bleibt das Erlebnis unkompliziert und macht sogar Spass. Es fliesst kein Geld: Das Produkt ist die einzige Währung, und das ist eine bewusste Entscheidung. „Wir wählen unsere Tester aufgrund ihrer Präsenz in der Schweiz und ihrer Leidenschaft für ihr Fachgebiet aus. Das sorgt für ehrliche Bewertungen und eine gesunde Community“, erklärt Laurent David.

Auswahl der Produkte

Die Auswahl der Plattform basiert auf einem Entscheidungsmodell mit drei Filtern. An erster Stelle steht der Preis, für den es festgelegte Regeln gibt: Er muss zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Angebots der tiefste auf dem Schweizer Markt sein, wie Laurent David erklärt: «Wir akzeptieren keine Werbeaktionen, die nicht echt sind, damit ein Schweizer Kunde sicher sein kann, bei uns ein gutes Geschäft zu machen und auch einige versteckte Schätze zu entdecken.» Dann die Kohärenz des Angebots: jeweils ein Angebot pro Kategorie, niemals zwei konkurrierende Produkte nebeneinander. Und schliesslich die Unterlagen: Produktinformationen, Konformitätsdokumente, Logistik. Die Validierung erfolgt schrittweise, etwa 90 % der Analyse sind automatisiert, und die endgültige Entscheidung liegt bei einer menschlichen Überprüfung, fügt der Gründer hinzu.

Die Unternehmensgrösse spielt keine Rolle. Der Einstieg als Anbieter ist so einfach, dass die Eintrittsbarriere praktisch bei null liegt: Kleine Kreative und Marken, die gerade erst an den Start gehen, können den Schweizer Markt testen, ohne ihr Marketingbudget zu sprengen. Für sie wird O!deal zu einem Einführungskanal und nicht nur zu einem Vertriebskanal.

Das Lieferantenportal füllt sich schnell

Seit der Eröffnung am 12. Oktober füllt sich die Lieferantenpipeline von O!deal schneller als erwartet. Das Unternehmen hat bereits eine ganze Reihe von Vereinbarungen mit Schweizer, europäischen und internationalen Marken sowie mit lokalen und europäischen Distributoren unterzeichnet. Kleine Geheimtipps und grosse, stark nachgefragte Marken. (startupticker.ch/mc/hfu)


O!deal

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