Schweizer Startup Cybera schliesst Kapitalrunde mit US-Investoren

Nicola Staub
Nicola Staub, Gründer und CEO Cybera. (Foto: zvg)

New York/London/Zürich – Das ursprünglich in der Schweiz gegründete US-Startup Cybera Global Inc. hat in einer weiteren Kapitalrunde zusätzliche Mittel in der Höhe von 5 Mio Franken aufgenommen. Die Kapitalrunde wurde unter der Leitung der US-VC Converge VC und New North Ventures abgeschlossen, beteiligt waren weiter Founder Collective, der Schweizer VC Serpentine und weitere VCs, Angel- und Privatinvestoren. Das Cyber Security Startup hat bereits mehr als 2000 Bankkonten und Krypto-Wallets, die mit Cyberkriminalität und Geldwäsche in Verbindung stehen, an Strafverfolgungsbehörden und Finanzinstitutionen gemeldet.

Das Unternehmen konnte bereits in seinen Anfängen namhafte Investoren wie René Brülhart, ehemaliger Finanzaufseher im Vatikan, und Marcel Rohner, einst UBS-Chef und heute unter anderem Präsident von Swiss Banking, für sich gewinnen. Die neue Kapitalrunde bringt das Fintech nun einen entscheidenden Schritt weiter. Die zusätzlichen Mittel sollen dazu beitragen, Cybera’s Mission zur Bekämpfung der Cyberkriminalität im Finanzbereich weiter voranzutreiben. Finanzielle Cyberkriminalität wie Business-E-Mail Compromise (BEC) Fraud, Romance Scams und andere Arten von Betrug sind sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des FBI sind dies die häufigsten Formen der Cyberkriminalität, die Unternehmen im Jahr 2021 insgesamt 6,9 Milliarden Dollar gekostet haben.

Nicola Staub einer von 10 Digital Shapers 2022 im Bereich Cyber Security
Der Gründer und heutige CEO von Cybera, Nicola Staub konnte in seiner Karriere als Schweizer Staatsanwalt keinen einzigen Cyberkriminellen verhaften. Frustriert über die hohen Hürden bei der internationalen Verfolgung von Kriminellen und den hohen Geldbeträgen, welche heute durch organisierte Cyber-Kriminalität verloren gehen, gründete Staub mit seinem Bruder Claudio Staub, Experte im Bereich International Business Development, und dem Cyber Security Experten Tobias Ellenberger (CEO Oneconsult) vor zwei Jahren Cybera.

Nicola Staub’s Engagement haben ihn jetzt zu einem der «Digital Shapers» des Wirtschaftsmagazin BILANZ für das Jahr 2022 aufrücken lassen. Mit Cybera will er vor allem mehr Geschwindigkeit, konsequente Internationalität und umfassende Prävention in das Ermittlungs-System bringen. Mittels globaler Meldeplattform (CYBERCRIME COMPLAINTTM) sollen die kriminellen Tätigkeiten durch innovative Technologie bei in- und ausländischen Behörden schneller zur Anzeige gebracht. Mit dem Service CYBERCRIME WATCHLISTTM werden verdächtige Konten auf eine Watchlist gesetzt. Beim automatischen anonymisierten Datenabgleich werden Banken sofort gewarnt und Transaktionen auf betrügerisch verwendete Konten werden unterbunden. (Cybera/mc/pg)

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