CH-Schluss: Fester – Gute Konjunkturdaten aus Europa und USA stützen

Von moneycab - 18:10

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Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag nach einem Auf-und-Ab im Plus und damit zum fünften Mal in Folge mit Kursgewinnen beendet. Zu Börsenbeginn legte der Leitindex SMI mit Blick auf die seit Freitag andauernde Erholung noch eine Verschnaufpause mit negativen Vorzeichen ein ehe sich die Stimmung an den internationalen Börsen mit positiven Wirtschaftdaten zunehmend aufhellte. Insbesondere konjunkturabhängige Papiere verteuerten sich, während die Aktien der Credit Suisse nach Publikation des Quartalsberichts an Wert eingebüsst haben.

In der Eurozone haben sich die Wirtschaftssorgen offenbar etwas abgeschwächt. Im Oktober hat sich die Stimmung in den Industrieunternehmen anhand des Einkaufsmanagerindex erstmals seit drei Monaten überraschend aufgehellt. Positive Signale kamen ersten Schätzungen zufolge auch aus der chinesischen Industrie. Am Nachmittag boten vor allem stärker als gedacht ausgefallene US-Frühindikatoren dem Markt eine willkommene Stütze. Zudem zogen die Hauspreise im August spürbar an, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wiesen einen tiefen und damit guten Vierwochenschnitt aus und der Markit-Einkaufsmanagerindex signalisierte eine wachsende Industrieproduktion.

Bis Börsenschluss gewann der Swiss Market Index (SMI) 0,47% auf 8’546,08 Punkte und lag damit nahe am Tageshöchststand (Tagestief: 8’433). Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) legte um 0,56% auf 1’266,16 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,49% auf 8’419,14 Stellen. Von den 30 wichtigsten Aktien beendeten 25 den Handel im Plus und fünf im Minus.

Die grosse Enttäuschung bei den Bluechips waren die Papiere der Credit Suisse, die trotz auf den ersten Blick überzeugender Quartalszahlen 1,9% einbüssten. Der am Donnerstag vorgelegte Gewinn lag zwar über den Vorgaben und in Marktkreisen wurde der klar höher als erwartete Ergebnisbeitrag aus dem Investment Banking gelobt. Kritik gab es allerdings für die schwache Bruttomarge sowie zur Neugeldentwicklung im Private Banking. Die Papiere der UBS, die ihre Quartalszahlen kommende Woche präsentieren wird, schlossen mit +0,2% kaum verändert.

Nebst der CS verloren im SMI/SLI nur noch Lonza, Aryzta (beide -0,4%), Richemont und Kühne+Nagel (beide -0,2%) etwas an Wert.

Auf der Gegenseite verteidigten SGS (+4,9%) die Tabellenspitze. Der Warenprüfkonzern hält in Shanghai und Hong Kong bis Freitag ein Investorentreffen ab. Dort zeigten sich die Firmenverantwortlichen Analysten zufolge mit Blick in die Zukunft zuversichtlich und sie hielten auch an den bisherigen Umsatzprognose fest.

Actelion schlossen mit +3,4% den dritten Tag in Folge klar fester. Seit das Baselbieter Biotech-Unternehmen am Dienstag die Anleger mit Quartalszahlen überzeugt hat, kennt der Aktienkurs nur eine Richtung. Am Berichtstag erhöhten die Analysten von Kepler Cheuvreux bei bestätigtem Rating „Buy“ das Kursziel leicht.

Weiter waren bei den Bluechips Titel wie jene des Rückversicherers Swiss Re (+1,4%), des Lift- und Rolltreppenbauers Schindler (+1,5%), des Vermögensverwalters Julius Bär oder des Drogerie- und Pharmakonzerns Galenica (je +1,3%) auf den vordersten Plätzen zu finden. All diese Aktien hatten in der Börsenbaisse der ersten Oktober-Hälfte auch klar an Wert eingebüsst.

ABB (+1,0%) schlossen ebenfalls klar fester. Bereits am Vortag hatte das Papier nach Quartalszahlen mit plus 2,5% deutlich dazugewonnen. Vor allem der starke Auftragseingang fand unter Analysten Gefallen, insgesamt wurden die Zahlen angesichts eines rückläufigen Umsatzes und eines vorsichtigeren Ausblicks aber wenig euphorisch kommentiert. Weitere Institute haben mittlerweile ihre Kursziele für die Aktie leicht zurückgenommen.

Aus dem breiten Markt fielen nach Quartalszahlen Logitech (+6,6%) und Straumann (+7,8%) mit markanten Avancen auf. Der Computerzubehör-Hersteller Logitech hatte mit dem Umsatz die Markterwartungen leicht übertroffen. Dabei legten die als Wachstumskategorien definierten Produkte um gut ein Viertel zu. Straumann hatte mit dem Umsatz im dritten Quartal den Analysten-Konsens um gut 4% geschlagen. Auch die Erhöhung der Guidance wirkte sich positiv aus. (awp/mc/pg)

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