Nicole Heimann: Blinder Erfolg; Warum erfolgreiche Führungskräfte einen Coach brauchen

Von moneycab - 09:59

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„Das Einzige, in dem Menschen niemals gut sind, ist, sich selbst so zu sehen, wie andere sie sehen“, erklärte der ehemalige CEO von Google, Eric Schmidt, in einem Interview. Das, worauf er anspielt, ist völlig natürlich und menschlich. Wir erleben unser Leben durch unsere eigenen Augen, mit unseren eigenen Gedanken und bewegen uns mit unseren eigenen Körpern von A nach B.

Wenn es um Selbstreflexion geht, wurden wir so gepolt, dass wir leicht eingeschränkt sind, vor allem angesichts unserer eifrigen Leben und der endlosen Ablenkungen. Auch wenn Eric Schmidt bereits ein wohl etablierter CEO war, so wurde ihm jedoch in dem Augenblick, als er den Mehrwert neuer Perspektiven verstand, bewusst, dass er einen Coach benötigte. Durch einen Coach gelang es ihm, sich selbst aus der Sicht eines Aussenstehenden zu betrachten. Auf ähnliche Art und Weise leitete Bill Gates 2013 seine Rede in einem TED-Vortrag ein, als er das Publikum zum Einsatz eines Coachs ermutigte: „Wir alle brauchen Personen, die uns Feedback geben. So können wir uns verbessern.“

Unabhängig von ihrem Wohlstand, ihren Erfolgen und der Tatsache, dass sie gut etabliert sind, erkennen immer mehr erfolgreiche Führungskräfte, dass es wichtig ist, gecoacht zu werden. Selbst die weltweit berühmtesten Athleten, Sänger und Coachs selbst verfügen über eigene Coachs. Inwiefern profitieren also diejenigen, die es bereits an die Spitze geschafft haben, vom Coaching?

Die Blindheit einer erfolgreichen Führungsperson
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind der CEO eines erfolgreichen multinationalen Unternehmens, Sie haben all Ihre Ziele hervorragend erreicht, Ihr Team ist ehrgeizig und finanziell gesehen läuft Ihr Unternehmen äusserst gut. Sie haben es an die Spitze geschafft! Plötzlich schlägt Ihnen der Verwaltungsrat einen Coach vor. Was wäre Ihre erste Reaktion darauf? Dieser Vorschlag widerspricht wahrscheinlich Ihrer Intuition. Sich im Erfolg zu sonnen kann jedoch oft dazu führen, dass eine Person in der Komfortzone festsitzt.

Es ist einfach für einen erfolgreichen CEO aufgrund seiner Gewohnheiten Erfolg zu haben. Denn schliesslich ist er dadurch dort hingekommen, wo er heute steht. Aber wer sagt, dass ein CEO mit diesen Gewohnheiten vollkommen ausgelastet ist? Der Logik von Bill Gates und Eric Schmidts zufolge, können solche Gewohnheiten täuschen; es ist unerlässlich, Feedback aus der Sicht eines Aussenstehenden zu erhalten. Oft kann Erfolg eine ausschliessende Erfahrung sein. Durch den Erfolg bleibt Isolation im Allgemeinen oft unbemerkt. Dadurch, dass erfolgreiche CEOs niemanden haben, an den sie sich wenden können, während sie zugleich Feedback an ihre Mitarbeiter geben müssen, verlieren sie oft ihre Handlungen (und Reaktionen) aus den Augen.

Leistungsfähiger durch regelmässiges Feedback
Ein Artikel, der auf der Webseite von McKinsey & Company veröffentlicht wurde, erklärt Folgendes: „Führungskräfte sind oft der Meinung, dass sich die anderen Menschen ändern müssen.“ McKinsey & Co. verteidigen die Wichtigkeit der „üblichen Arbeit einer Führungskraft“, mit der nachverfolgt werden kann, was in einem Unternehmen vor sich geht, und mit der man sich von kleinen Erfolgsfaktoren inspirieren lassen kann. Dadurch sind Führungskräfte in der Lage, einen selbst-reflektierenden Prozess einzuleiten und dabei eine umfassende und reguläre Feedback-Schleife zu erschaffen. In einem weiteren Artikel von Marshall Goldsmith und Howard Morgan über die „Führung als Kontaktsport“, bestätigen die Verfasser, dass Führungskräfte, die ein regelmässiges Feedback erhalten, allgemein wesentlich leistungsfähiger werden. Führungskräfte, die diesen Weg nicht einschlagen, sind nicht unbedingt schlechte Führungspersonen, jedoch verbessern sie sich auch nicht.

Um aus der Komfortzone herauszutreten und schliesslich stetig zu wachsen sind Selbstreflexion, Feedback und persönliche Herausforderungen letztendlich die wichtigsten Gründe, weshalb erfolgreiche CEOs einen Coach einstellen. Wenn diese Gesichtspunkte auf individueller Ebene eine Rolle spielen, werden sie auf kollektiver Ebene genauso wichtig.

Kollektive Blindheit in der Unternehmensführung
Wenn man berücksichtigt, dass der Verwaltungsrat, der Vorstand und das Management-Team Hand in Hand zusammenarbeiten, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Denkweise des leitenden Angestellten, nämlich Coaching für erfolgreiche Personen als überflüssig anzusehen, sich auf die Mitarbeiter überträgt. Kollektive Blindheit kann sich in der Unternehmensführung widerspiegeln. Auch hier ist es eine Frage der Sichtweise. Genauso wie ein einzelner CEO durch Erfolg isoliert werden und sich selbst nicht mehr aus einer anderen Perspektive betrachten kann, so kann eine Allianz aus Führungskräften Jahre mit der „Annahme“ zubringen, dass sie ihre Sache gut ausführen, ohne sich dabei mit sich selbst auseinanderzusetzen. Wahrnehmung ist alles.

Eine umfangreiche Studie, die von der internationalen Executive Search Boutique Roy Hitchman AG in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Handelszeitung zu dem Thema Unternehmensführung durchgeführt wurde, stützt diese Auffassung.

Als erstes kommt die Selbstbeobachtung: Sowohl der Verwaltungsrat als auch das Management-Team schätzen ihre Fähigkeiten der Selbstreflexion relativ hoch ein. Es besteht jedoch eine Diskrepanz zwischen der Sichtweise des Management-Teams und der Wahrnehmung der Betriebsführung. 22,8 % der Betriebsführung sind der Ansicht, dass das Management-Team nur eine eingeschränkte Fähigkeit zur Selbstreflexion aufweist. Wie hoch war also der Anteil des Management-Teams, der bereit war zuzugeben oder der sich dessen bewusst war, dass eine Verbesserung notwendig sei? Aus der Studie ging hervor, dass nur 6 % des gesamten Management-Teams seine Fähigkeit zur Selbstreflexion als gering eingestuft hat; allgemein herrschte die Meinung vor, dass das Management-Team ein selbstkritisches Unternehmensführungs-Organ sei.

Anschließend folgt das Vertrauen. Die Studie fand heraus, dass 93 % des Verwaltungsrats glaubt, dass die Beziehung zwischen dem Vorstand und dem Verwaltungsrat auf sehr gutem Vertrauen stütze. Aus der Sichtweise des Management-Teams jedoch wurde diese Vertrauensbasis von 24 % nur als annehmbar eingestuft und 3 % gaben an, dass es keine vertrauensvolle Beziehung gäbe. Das betriebliche Team wies sogar eine noch negativere Einstellung gegenüber der Beziehung zwischen dem Vorstand und dem CEO auf. Da 45 % die vertrauensvolle Beziehung als annehmbar einstufen und 8 % angeben, dass es keine vertrauensvolle Beziehung gibt, ist es erstaunlich, wie stark die fehlende Sichtweise die Unternehmensführung prägt.

Laut Studie ist es besorgniserregend, dass fast die Hälfte des Verwaltungsrats und des Management-Teams, die an der Studie teilgenommen haben, keine jährliche Selbsteinschätzung vornehmen. Tatsächlich nehmen nur 20 % aller in der gesamten Studie befragten Gremien aktiv an einer Selbsteinschätzung teil. Dies zeigt, wie weitreichend eine Isolation in Machtstrukturen wie bei einer Allianz von Führungskräften sein kann, wodurch es sich als schwierig erweist, den Nutzen von Bottom-up-Feedback zu erkennen.

Es überrascht nicht, dass nur etwa 65 % der Mitglieder des Management-Teams den Mehrwert des Vorstands erkennen und dass 14 % von ihnen überhaupt keinen oder nur einen geringen Mehrwert durch den Vorstand sehen. Auch hier sieht der Vorstand die Dinge anders: Mehr als 94 % des Vorstands stuft seinen Mehrwert für das Management-Team als hoch bis sehr hoch ein.

Diese Wahrnehmung betrifft beide Seiten. Es kommt nicht darauf an, wie sich die Führungskräfte sehen, sondern hauptsächlich wie sie gesehen werden. Letztendlich beeinflusst die Art und Weise, wie sie wahrgenommen werden, unmittelbar die Betriebsführung hinsichtlich der Leitung, Denkweise, Leidenschaft und Motivation.

Was Sie bis hierhergebracht hat, wird Sie nicht unbedingt weiter bringen.
Die Führungsetage stellt eine komplexe soziale Position dar. Viele Menschen gelangen aufgrund ihrer technischen oder praktischen Fähigkeiten in Führungspositionen. Sobald sie sich jedoch in diesen Positionen wiederfinden, müssen sie anderen Mitarbeitern die Anwendung der gleichen Fähigkeiten ermöglichen. Die Fertigkeiten, die einmal alltäglich für sie waren, können sich plötzlich ändern, wodurch ihre Einstellung auch geändert werden muss. Das Machtgefüge ändert sich vom selbstständigen Erreichen der Ziele hin zum Ermöglichen, dass andere sie erreichen. Aufgaben werden zu Gesprächen. An dieser Stelle verwischt der Erfolg. Eine Führungskraft kann bei dem, was sie tut, erfolgreich sein, sie muss jedoch ständig neu einschätzen, wie sie ihre Fertigkeiten weitergibt, um das Wachstum anderer Menschen in ihrem Unternehmen zu fördern.

Stetige Entwicklung und Erhalt des Erfolges
Nicole Heimann & Partners bietet ein Leadership Alliance Coaching-Programm zur Schulung des Gremiums der Unternehmensführung einer Organisation (bestehend aus dem Verwaltungsrat, den Vorstandsvorsitzenden und dem Management-Team). Es handelt sich hierbei um ein Programm für erfolgreiche Führungskräfte, die eine stetige Entwicklung und den Erhalt ihres Erfolges sicherstellen möchten. Erfolgreiche Führungskräfte können auf diese Weise mithilfe eines Coachs eine Isolation vermeiden, wichtiger ist jedoch, dass durch gesunde Feedback-Schleifen die Beziehungen der gesamten Leadership Alliances gefördert werden und Ansichten gegenseitig besser vermittelt werden können. Das Leadership Alliance Coaching Programm schließt die Kluft zwischen dem Selbstverständnis der Leadership Alliances und der Sichtweise anderer.

Führungskräfte, die bereits erfolgreich sind, können sich durch das Einstellen eines Coachs davor schützen, vom Erfolg und somit von der Bequemlichkeit geblendet zu werden. Fortdauerndes Coaching bedeutet auch eine stetige Weiterentwicklung. Durch einen Coach kann ein bereits erfolgreicher Manager entlastet werden und er hilft ihm dabei, Veränderungen zu akzeptieren, unabhängig von den sich daraus ergebenden Herausforderungen. Dadurch wird der Weg für langfristiges Vorausdenken geebnet und kurzsichtiges Festlegen vermieden. Doch vor allem fördert Coaching die Selbstreflexion.

Über Nicole Heimann & Partners AG
Nicole Heimann & Partners AG hat sich exklusiv auf das professionelle Coaching von High Level, High Performance Individuen und Teams spezialisiert mit dem Ziel nachhaltige und tragfähige Leadership Alliances in Unternehmen zu etablieren. Nicole Heimann & Partners AG garantiert sichtbare und messbare Resultate.  Nicole Heimann verfügt über mehrfache Zertifizierungen und Ausbildungen, die alle von der ICF (International Coaching Federation) anerkannt sind und ihre Verpflichtung bezeugen, konsistent ein Coaching von höchster Qualität zu liefern. www.nicoleheimann.com

Firmeninformationen zur Nicole Heimann & Partners AG bei monetas.ch

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