Clino: Ab dem zweiten Kind wird die Nanny günstiger als die Kita

Clino: Ab dem zweiten Kind wird die Nanny günstiger als die Kita
(Foto: Vitaly Gariev auf Unsplash)

Zürich – In Bern und Basel-Stadt kostet eine legal angestellte Nanny für zwei Kinder heute schon weniger als zwei Kita-Vollzeitplätze, und der Abstand wächst, sobald Berns Kita-Tarife am 1. August 2026 erneut steigen. Für ein einziges Kind bleibt die Kita überall günstiger, ohne Ausnahme. Der Kipppunkt liegt beim zweiten Kind, und kaum eine Familie weiss das.

In Bern und Basel-Stadt kostet eine legal angestellte Nanny für zwei Kinder heute schon weniger als zwei Kita-Vollzeitplätze: in Bern 9 bis 16 % weniger (CHF 5’015 gegenüber CHF 5’520 bis 5’960 pro Monat), in Basel 17 bis 28 % weniger (CHF 5’021 gegenüber CHF 6’068 bis 7’018). Der Grund ist so einfach wie unterschätzt: Der Lohn einer Nanny bleibt gleich, ob sie ein Kind betreut oder drei, während jeder zusätzliche Kita-Platz voll bezahlt wird. Ab dem zweiten Kind kreuzen sich die beiden Linien, der Kipppunkt.

Berechnet wird mit dem Lohnrechner von Clino, zu den offiziellen städtischen Kita-Tarifen (Bern, Basel) und zum Marktlohn, den Familien heute tatsächlich zahlen: CHF 25.00 pro Stunde im Median von 750 Nanny-Inseraten auf babysitting24.ch in Zürich, Bern und Basel-Stadt. Die Nanny-Kosten umfassen den vollen Arbeitgeberaufwand, AHV/IV/EO, ALV, Unfallversicherung, Familienzulagen und BVG, so wie es eine legale Anstellung im Privathaushalt verlangt. Und die Uhr tickt: Am 1. August 2026, in wenigen Tagen, steigen Berns Kita-Tarife erneut, der Abstand zur Nanny wächst dann von 9–16 % auf 14–21 %.

Für ein einziges Kind bleibt die Kita überall günstiger, in jeder geprüften Stadt und jedem Szenario, ohne Ausnahme. (Clino/mc/hfu)


Weiterführende Informationen und detaillierte Berechnungen finden sich hier …

Über Clino
Wir helfen Schweizer Haushalten, ihre Putzhilfe oder Nanny sauber und legal anzustellen (AHV, Lohn, Vertrag), ein Thema, bei dem die meisten Haushalte gar nicht merken, dass sie damit zum Arbeitgeber werden. Aktuelle Zahlen dazu: über 350’000 Personen in der Schweiz haben mehrere Jobs gleichzeitig, und wer als Haushaltshilfe bei 4 Arbeitgebern je ein bisschen verdient, kann am Ende ganz ohne 2.-Säule-Rente dastehen, weil der BVG-Schwellenwert pro Arbeitgeber statt aufs Gesamteinkommen geprüft wird. www.clino.ch

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