Paketdienst UPS hofft auf Aufwind im zweiten Halbjahr

Scott D. Davis

UPS-CEO Scott Davis.

Atlanta – Der US-Paketdienst UPS setzt nach dem enttäuschenden Start in den Sommer vor allem auf die zweite Jahreshälfte. In diesem Zeitraum soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie um 4 bis 13 Prozent höher ausfallen als ein Jahr zuvor, wie der Deutsche-Post-Konkurrent am Dienstag in Atlanta ankündigte. UPS werde sich auf die Marktbedingungen und die Vorliebe der Kunden für langsamere und günstigere Versandarten einstellen, sagte Konzernchef Scott Davis.

Im zweiten Quartal machten knauserige Kunden und eine schwache Nachfrage im Frachtgeschäft dem Unternehmen zu schaffen. Deshalb hatte das Management bereits Mitte Juli die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr gekappt. Im zweiten Quartal legte der Umsatz zwar um gut ein Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar zu. Der Überschuss ging jedoch um vier Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar zurück.

Ergebnis Gesamtjahr unter eigenen Erwartungen
Für das laufende Jahr erwartet Konzernchef Davis inzwischen nur noch einen um Sonderfaktoren bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von 4,65 bis 4,85 Dollar. Das ist zwar mehr als die 4,53 Dollar aus dem Vorjahr, doch eigentlich hatte sich das Management eine Steigerung auf bis zu 5,06 Dollar vorgenommen. Analysten halten inzwischen ein EPS von 4,77 Dollar für realistisch.

Auch der Rivale FedEx hatte kürzlich von einer nur schleppenden Erholung der US-Wirtschaft berichtet. Daher verschicken viele Kunden ihre Pakete statt mit dem teuren Schnelldienst lieber mit dem günstigeren Standardversand. Die Paketdienste profitieren grundsätzlich von einem florierenden Online-Handel sowie firmeneigenen Sparprogrammen, mit denen sie ihre Kosten drücken. (awp/mc/ps)

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