Elma schreibt deutlich tieferen Gewinn im ersten Semester

Elma schreibt deutlich tieferen Gewinn im ersten Semester

Wetzikon – Die im Bereich Elektronik tätige Elma-Gruppe hat zwar in der Corona-Krise einen tieferen Gewinn geschrieben. Die Gesellschaft erhält aber trotz Krise weiterhin viele Bestellungen und hat sich damit nach eigener Einschätzung gut geschlagen.

Der Hersteller von Elektronikkomponenten setzte von Januar bis Juni 68,3 Millionen Franken um. Das sind 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Währungsbereinigt wären es nur minus 3,9 Prozent gewesen.

Produktion „weitestgehend“ aufrecht erhalten
Die Pandemie habe zu einigen Verzögerungen bei Projekten und vereinzelt auch zu Verschiebungen von Kundenaufträgen geführt, erklärte Elma. Die Produktion habe man derweil „weitestgehend“ aufrechterhalten können.

Den Bestellungseingang konnte Elma auf einem „soliden“ Niveau halten. In Zahlen aufgedrückt sanken die neuen Aufträge um 4,9 Prozent auf 83,3 Millionen Franken (-1,7% in Lokalwährungen).

Vor allem aus der Schweiz und Deutschland sei die Nachfrage hoch gewesen, in Asien stieg sie gar um 35 Prozent. Dafür sank der Bestellungseingang aus der Region Americas um fast 15 Prozent.

Gewinnrückgang mit Ansage
Die Gewinnzahlen sanken trotz Kurzarbeit und Massnahmen zur Senkung der Kosten deutlich. Das Betriebsergebnis EBIT erreichte mit 0,7 Millionen Franken einen Drittel des Vorjahreswertes und der Gewinn sank um die Hälfte auf 0,8 Millionen.

Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie habe auch die Inbetriebnahme eines neuen Industrie-Campus in den USA die Rechnung belastet. Beim Start in Atlanta sei es noch zu Ineffizienzen gekommen.

Es war ein Gewinnrückgang mit Ansage: Bereits Mitte Juni hatte Elma ein Unternehmensergebnis deutlich unter den Vorjahreswerten in Aussicht gestellt.

Elma hält fest, dass die Liquidität der Gruppe sichergestellt sei. Und die solide Bilanzstruktur ermögliche es Elma, die schwierige Zeit gut zu meistern. Die Eigenkapitalquote sei mit 42,3 Prozent stabil geblieben, die Nettoverschuldung habe man seit Jahresbeginn gar leicht reduziert.

Keine Guidance
Wegen der unvorhersehbaren Entwicklung der Pandemie und deren Auswirkungen verzichtet die Gruppe nach wie vor auf eine Prognose für das zweite Halbjahr bzw. das Jahresergebnis 2020.

Wie Elma weiter schreibt, startet die Firma aber mit einem „soliden“ Auftragsbestand in die zweite Jahreshälfte. Das zeige dass Elma in ihren Märkten gut positioniert sei. (awp/mc/pg)

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