Schweizer Konjunktur kühlt sich etwas ab

Industrie
(Bild: © christian42 - Fotolia.com)

In der Industrie zeigen sich negative Entwicklungen vor allem beim Maschinenbau, bei der Textilindustrie und bei der Nahrungsmittelindustrie. (Foto: christian42 – Fotolia.com)

Zürich – Das KOF Konjunkturbarometer ist im Mai 2014 erneut gesunken. Nachdem es im Februar einen Stand von 107.8 erreicht hatte, gab es nun zum dritten Mal in Folge nach. Mit einem Wert von aktuell 99.8 (nach revidiert 101.8 im Vormonat) steht das Barometer jetzt knapp unterhalb des langjährigen Durchschnittswerts. Die Schweizer Konjunktur dürfte sich demnach in den kommenden Monaten etwas abkühlen.

Der jüngste Fall des Barometers wird vor allem von den Indikatorvariablen aus dem Bereich der Schweizer Industrie getrieben, gefolgt von einer Eintrübung der Wirtschaftsaussichten basierend auf Konsumentenbefragungen und von überwiegend negativen Tendenzen im Bereich des inländischen Konsums. Der Bankensektor, das Gastgewerbe und der Baubereich haben dagegen nicht merklich zur Bewegung des Barometers beigetragen.

Ein genauerer Blick auf die durch das Barometer reflektierten Konjunkturinformationen aus der Schweizer Industrie, die zusammengenommen für rund 60% des gesamten Rückgangs verantwortlich sind, zeigt negative Entwicklungen vor allem beim Maschinenbau, bei der Textilindustrie
und bei der Nahrungsmittelindustrie. Leichte Verbesserungen gab es vor allem bei den elektrischen und elektronischen Geräten; am Gesamtbild vermochten diese jedoch nichts zu ändern.

Konjunkturbarometer und Referenzreihe
Das KOF Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es ist ein Sammelindikator, der sich in der aktuellen Version aus 219 Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst. Die Auswahl der Einzelindikatoren und ihre Gewichtung werden einmal jährlich aktualisiert. Diese Aktualisierung findet jeweils nach der Veröffentlichung des Vorjahres-Bruttoinlandprodukts durch das Bundesamt für Statistik statt. In diesem Jahr wird dies im Oktober der Fall sein. (KOF/mc/pg)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.