Synthes bestätigt Gespräche mit Johnson & Johnson

Michel Orsinger

Synthes-CEO Michel Orsinger.

Zürich – Der Medizinaltechnikkonzern Synthes bestätigt, an Gesprächen mit Johnson & Johnson über einen möglichen Unternehmenszusammenschluss beteiligt zu sein. Dies geschehe als Reaktion auf die Spekulationen am Markt, heisst es in einer Mitteilung am Montag.

Darüber, ob und zu welchen Bedingungen eine mögliche Transaktion stattfinde, bestehe derzeit keine Sicherheit, heisst es weiter. Das Unternehmen beabsichtigt, keine weiteren öffentlichen Erklärungen abzugeben, bis eine endgültige Einigung erzielt oder die Gespräche zwischen den beiden Partnern beendet sind.

Johnson & Johnson lotet 20-Mrd-Dollar-Kauf aus
Zuvor hatte des «Wall Street Journal» berichtet, der US-Konsumgüter- und Pharmakonzern Johnson & Johnson habe ein Auge auf den Schweizer Medizintechnik-Hersteller geworfen. Die beiden Seiten befänden sich in Gesprächen, schrieb die Zeitung am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Personen. Es sei aber unklar, wie weit fortgeschritten die Gespräche seien. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Kaufpreis bei um die 20 Mrd USD Dollar liegen. Synthes stellt Medizingeräte und Implantate her. Johnson & Johnson ist bekannt für seine Penaten- und bebe-Pflegeprodukte, Dolormin-Schmerztabletten sowie o.b.-Tampons. Der Konzern hatte jüngst allerdings eher durch eine Rückrufserie bei Medikamenten von sich reden gemacht. Überdies beschädigte ein Schmiergeldskandal das Image. (awp/mc/ps)

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