sgv begrüsst Verkürzung der Quarantäne – Kritik an Verlängerung der Homeoffice-Pflicht

Hans-Ulrich Bigler
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Bern – Stellungnahme des Schweiz. Gewerbeverbandes: «Der Schweizerische Gewerbeverband sgv kritisiert die Verlängerung der Homeoffice-Pflicht, welche in vielen Branchen nicht durchsetzbar ist. Dass der Bundesrat der Forderung der Wirtschaftsverbände nach einer Verkürzung der Quarantäne nachgekommen ist, begrüsst der sgv. Der grösste Dachverband der Schweizer Wirtschaft nimmt auch befriedigt zu Kenntnis, dass der Bundesrat keinen weiteren Lockdown erwägt.

Die Verlängerung der Homeoffice-Pfflicht ist nicht zielführend und reine Symbolpolitik. Die Unternehmen, in welchen Homeoffice überhaupt möglich ist, haben diese Massnahme bereits bei der Homeoffice-Empfehlung eingeführt. Die Verkürzung der Quarantäne ist eine sinnvolle Entlastung der Unternehmen, welche zunehmend unter Personalmangel leiden. Allerdings ist es nicht verständlich, wieso sie nur verkürzt und nicht ganz aufgehoben wird. Es ist alles daran zu setzen, dass die Wirtschaft möglichst ungehindert arbeiten und sich so von den Folgen der Pandemie erholen kann.

Der sgv stellt fest, dass der Bundesrat seine Entscheide zwar immer noch nicht evidenzbasiert fällt, aber begrüssenswerter Weise auf einen erneuten Lockdown verzichtet.» (sgv/mc)

One thought on “sgv begrüsst Verkürzung der Quarantäne – Kritik an Verlängerung der Homeoffice-Pflicht

  1. Ich (Arbeitnehmer im AD) stütze alle Massnahmen; ausser der HomeOffice-Pflicht.
    Leider wird hier eine ganze Berufsgruppe vergessen, bzw. quasi ausgeschlossen. Wie sollen wir Mitarbeiter Im Aussendienst unserer Arbeit nachgehen können, wenn die meisten unserer Kunden im HomeOffice sitzen und nich vor Ort besucht werden können? In gewissen Branchen funktionieren VideoCalls nicht. «Wir vertreiben Produkten, bei denen es um den Griff, die Haptik und um Emotioenen geht und da funktioniert eine Produktion-Präsentation nur vor Ort, in Live». Die erschwerte Erreichbarkeit der Kunden verunmöglicht eine vernünftige Besuchs-Terminierung.
    Es stellt uns vor schier unlösbare Probleme. Also bitte; schaffen sie die HomeOffice-Pflicht ab und wandeln sie um in eine -Empfehlung; bzw. setzen Sie sich bitte für unsere Berufsgattung ein. Es wurden seiten Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausreichend Vorkehrungen getroffen (FFP-2-Masken und Gespräche unter 2 Personen und regelmässige Lüften des Sitzungs-Zimemers, geboostert). Was soll da bitteschön passieren? Gehe die ganze Pandemie durch (so gute es noch geht), meiner Arbeit nach und habe mich bis Heute noch nie infiziert…
    HomeOffice-Pflicht ist Wirtschafts-Schädigung auf höchster Stufe und gehört schlicht und einfach abgeschafft. HomeOffice Öffnet findigen Mitarbeitern Tür und Tor sich zu verstecken. Alles wird unverbindlicher und sie sind nur noch sehr schwer erreichbar. «Eigentlich müsste ja jeder Angestellte (im HomeOffice), genau gleich gut erreichbar sein, als würde er im eigentlichen Office arbeitet». Dem ist nicht so; dass kann ich inzwischen mit Vehemenz bestätigen. Diese Einladung zum Versteck-spielen muss rasch beendet werden. Denn sie hilft Niemandem. Denn die «sogenannten» Home Office haben sich längst an Corona-Hotspots «über die Nebelgrenze» verschoben. Und dort stecken sich die Leute ganz gewiss deutlich häufiger an, als im Main Office.
    Eine Verlängerung der HomeOffice-Pflicht, bis Ende März 2022, wäre (und da spreche ich für eine Berufsgruppe von Tausenden Aussendienstmitarbeitern), ein Desaster und darf so nicht hingenommen werden. Es wird höchste Zeit, dass wir gehört werden!

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