Mehr Logiernächte in der «Jugi», weniger auf Campingplätzen

Fredi Gmür

Fredi Gmür ist Präsident der Parahotellerie Schweiz und CEO Schweizer Jugendherbergen (Foto: Schweizer Jugendherbergen)

Neuenburg – Die Jugendherbergen schauen auf ein erfolgreiches 2012 zurück, nicht so die Campingplätze. Gemäss den definitiven Jahresergebnissen des Bundesamtes für Statistik verzeichneten die 55 erfassten Jugendherbergen insgesamt 917’000 Logiernächte und damit 1,3 Prozent mehr als im Jahr 2011. Die 423 erfassten Campingplätze generierten 3 Millionen Logiernächte, was einem Rückgang von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Bei beiden Beherbergungstypen machte die inländische Nachfrage fast 60 Prozent der Logiernächte aus. Die Jugendherbergen verzeichneten 537’000 Logiernächte von inländischen Gästen, was einer Zunahme von 1,4 Prozent gegenüber 2011 entspricht. Die ausländischen Gäste erreichten mit 380’000 Logiernächten eine Zunahme um 1,2 Prozent. Aus Europa kamen aber 6,5 Prozent weniger Gäste. Die Deutschen stellen immer noch die mit Abstand grösste Besuchergruppe dar, allerdings brach die Zahl der Übernachtungen der Gäste aus Deutschland letztes Jahr um über 20 Prozent weg. Dafür legten die Gästezahlen aus Frankreich, Grossbritannien und vor allem aus Asien (+ 49 Prozent) deutlich zu.

Bei den Tourismusregionen verbuchte Graubünden im Jahr 2012 mit 143’000 Einheiten die höchste Logiernächtezahl. Dies entspricht einer Abnahme von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es folgen die Region Zürich mit 120’000 Logiernächten (+8,5%) und das Tessin mit 96’000 Logiernächten (-5,7%).

Campingplätze: europäische Nachfrage sinkt, Binnennachfrage steigt
Die Campingplätze verzeichneten 2012 1,8 Millionen von Schweizer Gästen generierte Logiernächte,  3,2 Prozent mehr als 2011. Die ausländischen Besucher kamen auf 1,2 Millionen Logiernächte, was einer Abnahme um 11 Prozent entspricht. Die ausländische Nachfrage wurde grösstenteils von Gästen aus Europa generiert (96%). Auch hier war ein deutlicher Rückgang der Gästezahlen aus Deutschland festzustellen. Auch aus den Niederlanden kamen deutlich weniger Gäste. (BfS/mc/pg)

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