Devisen: Euro gibt Gewinn nach starken Konjunkturdaten teilweise wieder ab

Devisen: Euro gibt Gewinn nach starken Konjunkturdaten teilweise wieder ab
(Bild: © Eyetronic / AdobeStock)

Frankfurt – Der Euro gibt am Dienstag die Gewinne nach überraschend starken Konjunkturdaten aus Deutschland teilweise wieder ab. Am Nachmittag ist die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar teilweise bis auf 1,1104 gestiegen, nachdem der Kurs am Vormittag teilweise noch bis auf 1,1086 Dollar gefallen war. Am frühen Abend kostet der Euro mit 1,1095 Dollar aber wieder etwas weniger.

Auch gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro am Nachmittag infolge der Konjunkturdaten etwas zu. Inzwischen liegt der Kurs am frühen Abend mit 1,0737 Franken wieder auf dem Niveau vom Vormittag. Der Dollar notiert zum Franken mit 0,9677 derweil kaum verändert

Hoffnungszeichen aus Deutschland
Auftrieb gaben dem Euro die wirtschaftlichen Hoffnungszeichen aus Deutschland. So stiegen die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Januar auf den höchsten Stand seit Juli 2015. Der Anstieg war der dritte merkliche Zuwachs in Folge und fiel deutlich stärker als erwartet aus.

«Der abermalige starke Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen beruht vor allem auf der kürzlich erfolgten Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China», kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Daten. «Dies nährt die Hoffnung, dass die aus dem Handelsstreit resultierenden Belastungen für die deutsche Wirtschaft geringer sein werden als zuvor gedacht.» Auch die entsprechenden Daten für die gesamte Eurozone erholten sich.

Bankenökonomen äusserten sich vorsichtig. «Wirtschaftliche Erholungstendenzen sind erkennbar», kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank die Daten. «Die Konjunkturbäume werden jedoch nicht in den Himmel wachsen.» Er verweist auf eine Reihe von Risiken: So dürfte die Aushandlung eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Grossbritannien «alles andere als einfach» werden. Zudem befinde sich die deutsche Automobilindustrie und der Maschinenbau in einem Strukturwandel. Die Kursausschläge hielten sich insgesamt in Grenzen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85030 (0,85275) britische Pfund und 122,31 (122,14) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1’556 Dollar gehandelt. Das waren vier Dollar weniger als am Vortag. (awp/mc/ps)

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