CH-Vorbörse: Stimmung hat wieder gedreht – Schwacher Start erwartet

Zwar haben die europäischen Märkte einen Teil der US-Abgaben bereits gestern gegen Handelsschluss mitgemacht, doch verlor der Dow Jones gegenüber dem Stand zum Börsenschluss in Europa nochmals gut 150 Punkte. Der Future auf den Leitindex stand am Morgen über 120 Punkte unter seinem Niveau zum Europa-Schluss am Montag. Der Nikkei-225-Index schloss zudem mit einem Minus von 3,00%.


«Es gibt weiterhin eine ganze Menge an negativen Nachrichten, und diese Probleme werden nicht von einem chinesischen Konjunkturpaket gelöst», beschrieb ein Händler die Situation. «Wenn die Chinesen ein Konjunkturpaket auflegen müssen, dann zeigt es, dass sie Probleme haben.»


Bis um 08.20 Uhr verliert der von Clariden Leu berechnete vorbörsliche SMI um 1,07% auf 6’025,38 Punkte.


Wichtige Unternehmensnews von den Blue-Chips-Firmen gibt es nur wenige. Vorbörslich zu den grössten Verlierern gehören die konjunktursensitiven ABB (-2,4%) und Holcim (-1,2%); allerdings hatten die beiden Papiere gestern auch 8,8% bzw. 4,3% zugelegt. Keine Stütze sind auch die Schwergewichte Nestlé (-1,2%) und Novartis (-1,1%).


Julius Bär büssen vorbörslich nach Veröffentlichung eines Interim Statements 1,3% ein. Die abgegebenen Informationen würden zwar auf einen insgesamt etwas besser als erwarteten Geschäftsgang hindeuten, heisst es. Wie befürchtet, habe die Zürcher Privatbankengruppe bei GAM aber mit grösseren Mittelabflüssen zu kämpfen. Auch negative Währungsentwicklungen hätten bei den Kundenvermögen Spuren hinterlassen, hiess es.


Gewinner sind vorbörslich keine auszumachen.


Hierzulande dominieren am Dienstag eine Vielzahl von SPI-Titeln die Nachrichtenlandschaft: So legten Sonova, Kuoni, Tornos, Burckhardt, Huber+Suhner, SHL Telemedicine oder die Banque Cantonale Vaudoise Zahlen vor. (awp/mc/pg/12)

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