Vontobel kann Gewinn im ersten Halbjahr stark steigern

Vontobel kann Gewinn im ersten Halbjahr stark steigern
Vontobel-CEO Zeno Staub. (Foto: Vontobel)

Zürich – Die Bank Vontobel hat ein starkes erstes Halbjahr erlebt und den Gewinn deutlich gesteigert. Das Institut konnte auch erneut einen guten Zufluss an Neugeldern verzeichnen, zu dem alle Geschäftsbereiche beitrugen.

Die Bank steigerte den Gewinn in den ersten sechs Monaten des Jahres um 48 Prozent auf 191,8 Millionen Franken, wie Vontobel am Dienstag mitteilte. Der starke Anstieg kommt nicht überraschend: Das Institut hatte aufgrund der starken Geschäftsentwicklung bereits vor Monatsfrist einen höheren Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr angekündigt.

Neugelder am oberen Zielband-Ende
Die verwalteten Vermögen (AuM) kletterten bis Ende Juni auf 244,2 Milliarden Franken, nachdem sie Ende 2020 noch 219,6 Milliarden betragen hatten. Die betreuten Kundenvermögen, die unter anderem auch noch die strukturierten Produkte und Zinsinstrumente umfassen, lagen bei 274,5 Milliarden Franken (Ende 2020: 248,2 Milliarden).

Zum Wachstum der Kundenvermögen trug erneut ein starkes Neugeldwachstum bei: Insgesamt flossen dem Institut mit 6,6 Milliarden Franken allerdings etwas weniger zu als noch vor Jahresfrist (+7,4 Milliarden). Dennoch lag der annualisierte Netto-Neugeldzufluss mit 6,0 Prozent am oberen Ende des eigenen Zielkorridors von 4 bis 6 Prozent.

Bitcoin-Produkte boomen
Die gute Entwicklung führt Vontobel nicht zuletzt auf die Sparte «Digital Investing» zurück, die im ersten Halbjahr eine von einer starken Nachfrage nach strukturierten Produkten profitierte. Vor allem in der Schweiz, Deutschland und Hongkong seien neue Kunden gewonnen worden. Gefragt waren weiterhin auch Produkte, die es erlaubten, an der Entwicklung des Bitcoin und weiterer Kryptowährungen zu profitieren.

Wachstumsmotor der Bank blieb allerdings das Asset Management, das den Betriebsertrag um 17 Prozent gesteigert werden konnte. Allerdings hätten sich institutionelle Anleger in den ersten Monaten des Jahres zurückhaltender verhalten als private Kunden, stellt Vontobel fest. Der Netto-Neugeldzufluss lag bei 4,3 Prozent.

Wachsen konnte Vontobel aber auch in der Vermögensverwaltung für Private. Vontobel habe im Wealth Management gezielt bestehende Kundenverbindungen ausgebaut und neue Kunden gewonnen. Das Netto-Neugeldwachstum in der Sparte lag mit 7,0 Prozent über dem Zielband. Die Bruttomarge in dem Bereich verringerte sich allerdings wieder auf 69 Basispunkte (VJ 76 BP)

Keine Fortschreibung
Er sei sich bewusst, dass der positive Trend des ersten Halbjahres je nach Entwicklung der Märkte nicht «linear über das ganze Jahr» fortgeschrieben werden könne, wird CEO Zeno Staub in der Mitteilung zitiert. Er zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass das Institut auch in Zukunft seine selbst gesteckten Ziele erreichen könne. (awp/mc/ps)

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